Die Fusswaschung  
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Die Fusswaschung

Sie sind alle in Jerusalem. Golgatha mit all seinen Leiden steht dicht vor der Tür. Aber Er, der alles weiss, denkt nicht an sich selbst und an das, was über Ihn kommen wird. Nein, Er denkt an Petrus, an Johannes und die andern Jünger. Er weiss, dass sie sich streiten, wer der Grösste, der Wichtigste unter ihnen sei. Das betrübt den Meister sehr, und darum gibt Er ihnen zum Schluss noch ein Beispiel, wie sie sich untereinander verhalten sollen. Sie sollen sich gegenseitig lieb haben und den anderen höher achten als sich selbst.

1. Welche zwei Jünger werden vom Herrn ausgesandt, um das Passah vorzubereiten? (Lukas 22,8) _______________ und _______________ .

Weisst du auch, wie sie das Haus finden, in dem sie das Passah vorbereiten sollen? (Lukas 22,9-13): ___________________________________________________________________

2. Wenn in der damaligen Zeit jemand in ein Haus eintrat, stand am Eingang eine Schüssel mit Wasser, in der man sich die Füsse waschen konnte. Das war nötig, denn auf den staubigen, trockenen Wegen bekam man schnell schmutzige Füsse. Man trug auch keine geschlossenen Schuhe, sondern offene ____________________ . Reiche Leute hatten einen Sklaven, der an der Tür sass, um die Füsse der Gäste zu waschen. Kennst du einen unhöflichen Gastgeber? (Lukas 7,44)__________________________________________________________________ Wofür hat er nicht gesorgt? _____________________________________________________ ____________________________________________________________________________

3. In 1. Mose 18 lesen wir zum ersten Mal etwas von einer Fusswaschung. In welchem Vers? Vers ________

Wer ist dort Gastgeber? ______________

Was für Gäste werden dort empfangen?____________________________________

Was gehört auch zu den guten Werken, die eine Frau tun kann? (1. Timotheus 5,10b) _______________________________________________________ (Heilige = Gläubige)

4. Lies nun Johannes 13, 1-17 In Vers 3 liest du etwas von der Grösse und Majestät des Herrn Jesus. Gerade am Anfang dieser Geschichte werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass Er der Herr der Herren und der Schöpfer und Gebieter ist. Dadurch wird das, was Jesus tut, so wunderschön. Jesus und seine Jünger sitzen schon am Tisch. Was hat man jedoch nicht gleich getan? _______________________________________________________________________ Wenn dort kein Sklave war, um die Füsse Jesu und die seiner Jünger zu waschen, dann konnte es doch einer der Jünger tun? Warum ist keiner bereit, diese Arbeit zu tun? ____________________________________________________________________________ Worüber hatten sie sich vorher unterhalten? ( Lukas 22,24) ___________________________ ____________________________________________________________________________

5. Und dann passiert es: Er, ihr Meister und Herr, steht auf und verrichtet die Arbeit eines Sklaven. Er macht sich selbst zum Geringsten. Wie werden die Jünger sich geschämt haben! Wie werden sie dort mit roten Köpfen gesessen haben! Der Herr Jesus nimmt ein Tuch und eine Schüssel mit Wasser und fängt an ihre Füsse zu waschen. Welcher Jünger kann das nicht ertragen? ___________ Was sagt er zuerst? ( Johannes 13,6):_________________________ Und was sagt er einen Augenblick später? (Vers 9)___________________________________ ____________________________________________________________________________

6. Petrus fällt wieder einmal von einem Extrem ins andere. Zuerst will er nicht, dass der Meister seine Füsse wäscht. Kurze Zeit später jedoch, nachdem der Herr ihm deutlich gemacht hatte, dass die Fusswaschung nötig ist, was möchte er sich dann waschen lassen? ____________________________________________________________________________

7. Der Herr wäscht die Füsse aller Jünger. Einer nach dem andern kommt an die Reihe. Weisst du, bei wem der Herr Jesus auch niederkniet? Du kannst in Johannes 13,2 von ihm lesen: ____________________________________________________________________________

8. Nein, es ist kaum zu begreifen, dass der Herr Jesus auch die Füsse dieses Mannes waschen will. Oder weiss Er vielleicht nicht, was für einen gemeinen Plan Judas hegt? Was sagt Vers 11? ____________________________________________________________________________

9. Was sagt der Meister, als Er fertig ist und wieder am Tisch sitzt? (Vers 12) ____________________________________________________________________________ Er, der Grösste, hat sich zum Geringsten gemacht!

10. Was sollen die Jünger von jetzt an auch tun? (Vers 15) ___________________________ ____________________________________________________________________________

11. Ist es bei uns heute noch üblich, den Gästen, die bei uns zu Besuch kommen, die Füsse zu waschen? __________ . «Aber», wirst du jetzt sagen, «was hat dann diese Geschichte uns heute noch zu sagen?»

Zuerst müssen wir, genau wie die Jünger, lernen, der Geringste zu sein. Ein schönes Beispiel finden wir in 1. Mose 13. Wer ist dort der Grössere und nimmt dennoch den geringeren Platz ein? ______________ Wie geschieht das? _________________________________________ ____________________________________________________________________________ Nenne selbst einige Beispiele, wie man der Geringste sein kann. _______________________ ____________________________________________________________________________ ____________________________________________________________________________

12. Die Fusswaschung hat eine zweifache bildliche Bedeutung für uns. Da sehen wir den Herrn Jesus vor uns in der Stellung eines Dienenden. Als der «Sachwalter beim Vater» (1. Johannes 2,1) ist Er heute noch für die Seinen tätig. Wenn es vorgekommen ist, dass ein Kind Gottes sich mit dem Unrat der Welt beschmutzt hat, oder wenn es gar selber in Sünde gefallen ist, bemüht sich Jesus, dass es vom Schmutz der Sünde wieder befreit werden kann. Er selbst übt diesen Dienst vom Himmel her an den Seinen aus. Dabei bedient Er sich natürlich der verschiedensten Mittel: Das Wort Gottes, der Heilige Geist, Umstände, durch die Er uns führt, wie Krankheit oder sonstige Nöte usw.

Die Fusswaschung hat aber einen weiteren Sinn. Der Herr gibt den Seinen ein Beispiel, wie sie selber handeln sollen. Wenn Er, der Herr und Lehrer, sich dazu erniedrigt hatte, in demütiger Weise diesen Dienst an seinen Jüngern zu tun, wie viel mehr sollten wir unseren Mitgläubigen in ähnlicher Weise dienen. Nehmen wir an, dass ein(e) gläubige(r) Freund(in) sich durch den Kontakt mit Menschen dieser Welt oder durch eigene Sünde verunreinigt hat. Wir wissen, dass dadurch seine oder ihre Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus und dem Vater im Himmel gestört ist. Wenn wir diese(n) Freund(in) wirklich lieben, werden wir nicht gleichgültig an ihm oder ihr vorbeigehen. Wir werden vielmehr versuchen, ihm oder ihr in Demut behilflich zu sein, indem wir gleich Jesus den Platz eines(r) Dienenden einnehmen. Dabei müssen wir lernen, wie die Jünger des Herrn Jesus, der oder die Geringste zu sein!

Auswendig lernen – im Herzen bewahren

Wir wiederholen Johannes 3,15 und lernen Johannes 3,16

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  Letzte Änderung am 18.03.2007.