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| Römer 9,22-29 | |||
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Römer 9,22-29Gefässe des Zornes - Gefässe der Begnadigung«Wenn aber Gott, willens, _____________________________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ _____________________________________________________________ » (Verse 22-24). Der Apostel spricht hier von «Gefässen des Zorns» und von «Gefässen der Begnadigung». Beide dienen – jeweils auf ihre Art – zur Verherrlichung Gottes. In der letzten Lektion ist uns das Recht und die Macht Gottes zu unumschränktem Handeln vorgestellt worden. Nun folgt ein weiterer Gesichtspunkt: Gott hat mit vieler Langmut die Gefässe des Zornes ertragen. Ihre Geschichte ist geprägt durch Feindschaft und Auflehnung gegen Gott, eine ununterbrochene Kette von Sünde, Sittenlosigkeit und Gewalttat. Und obwohl Gott nie dem Bösen gegenüber gleichgültig sein kann, hat Er doch die rebellischen Menschen nicht sogleich durch Gericht weggerafft, sondern ihnen in seiner Langmut viel Zeit und Gelegenheit zur Umkehr eingeräumt. Doch der Zeitpunkt wird kommen, an dem Gott seinen Zorn und seine Macht erweisen wird. Von all den zeitlichen Gerichten abgesehen, die Er nach der Entrückung der Versammlung oder Gemeinde über die Erde bringen wird, wird das letzte und schwerste Gericht vor dem «grossen weissen Thron» stattfinden. (Vergleiche Offenbarung 20,11-15.) 2. Aber heisst es von den Gefässen des Zornes in Vers 22 nicht, dass sie «zubereitet sind zum ____________________ ?» Sie sind also doch von Gott zum Verderben zuvorbestimmt? Das ist ein Trugschluss! An diesem Beispiel lernen wir aufs Neue, wie genau wir das Wort Gottes lesen müssen. Sonst laufen wir Gefahr, in eine Stelle etwas hineinzulesen, was sie gar nicht aussagt. Von den Gefässen des Zornes sagt Paulus nur: «zubereitet zum Verderben», von den Gefässen der Begnadigung aber: «die er (Gott) zur Herrlichkeit zuvorbereitet hat». Von den Gefässen des Zornes wird weder hier noch an irgendeiner anderen Stelle gesagt, dass Gott sie zum Verderben zubereitet habe; nein, sie selbst haben es getan durch ihre Sünden und ihren Unglauben und ihre Auflehnung gegen Gott. Die Gefässe der Begnadigung aber hat Gott bereitet, und zwar zuvorbereitet und zur Herrlichkeit bestimmt. Sie konnten nichts dazu beitragen, alles ist Gottes Werk, ausgeführt «nach seinem eigenen Vorsatz _______________ ___________________________________________________________________________ ______________________________________ » (2.Timotheus 1,9). So ist denn wiederum das Böse nur auf des Menschen, nicht auf Gottes Seite, und anderseits kommt das Gute nur von Gott, nicht von uns. Berufen sowohl aus den Juden als auch aus den NationenNachdem das Volk Israel, das meistbegünstigte Volk der Erde, in hoffnungslose Schuld und unheilbaren Verfall geraten ist, so dass nichts anderes als Gottes Zorn und Gericht übrig blieb, haben sich die Schleusen der göttlichen Barmherzigkeit geöffnet, um aus Juden und Nationen (Heiden) ein Volk für die Herrlichkeit des Himmels zu berufen. «… die er auch berufen hat, nicht allein _________________________________________________________________________ _______________________________ » (Vers 24). 4. Schon allein das souveräne oder unumschränkte Vorgehen Gottes bei der Auserwählung verbietet den Gedanken an eine ausschliessliche Berufung der Juden zu den Verheissungen. Wollten sie sich auf ihre Abstammung von Abraham stützen, mussten sie auch, wie wir bereits gesehen haben, die Nachkommen Ismaels und Esaus zulassen. Das wollten sie aber auf keinen Fall. Wollten sie sich auf das Gesetz berufen, so machte schon die Affäre mit dem goldenen Kalb ihren Ansprüchen ein jähes Ende. So blieb nur noch das Erbarmen Gottes übrig als Quelle zur Erlangung der Segnungen, und dieses freie Erbarmen erfasste sowohl solche aus den Juden wie aus den Nationen (Heiden). 5. Der Apostel Paulus führt jetzt die Stellen Hosea 2,25 und 2,1 (alte Elberfelder-Übersetzung Kapitel 2,23 und 1,10) an. Die erstgenannte Stelle zitiert Paulus in Römer 9,25: «Ich werde ___________________________________________________________________________ _________________________________________________________________________ .» Petrus, der ausschliesslich an Gläubige aus Israel schreibt, führt in seinem ersten Brief diese Stelle ebenfalls an: «… die ihr einst ______________________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ __________________ » (1.Petrus 2,10). Dieser Vers deutet an, dass Gott seines Ratschlusses im Blick auf Israel gedenken und das Volk, das jetzt den Namen «Nicht-mein-Volk» trägt, am Ende der Tage wieder «mein Volk» und «die Nicht-Geliebte Geliebte» nennen wird. Den 26. Vers, das Zitat aus Hosea 2,1 (bzw. Kapitel 1,10), wendet Paulus hier auf die Nationen (Heiden) an. «Und es wird geschehen, ___________________________________________________ ___________________________________________________________________________ ______________________________________________________________ » (Römer 9,26). Der Titel «Kinder» oder «Söhne des lebendigen Gottes» ist besonders das Vorrecht der Gläubigen aus den Nationen, nicht der Juden als das irdische Eigentumsvolk Gottes. Wir alle, die wir zur Versammlung Gottes gehören, sind «Söhne des lebendigen Gottes». 6. Die Beweisführung des Apostels Paulus ist also einfach und klar. Die Berufung Gottes aus reiner Gnade und Barmherzigkeit aus Juden und Heiden war nicht ein neuer, dem Alten Testament fremder Gedanke, sondern stimmte mit dessen Belehrungen völlig überein. Wir haben eben gesehen, wie Gott schon durch den Propheten Hosea davon gesprochen hatte, dass Er sich seiner unumschränkten Gnade zu Gunsten von Juden und Heiden bedienen wolle. 7. Auch andere Propheten, wie zum Beispiel Jesaja, haben ähnliches bezeugt. In Vers 27 zitiert Paulus einen Vers aus Jesaja 10: «Jesaja aber ruft über Israel: _________________ ___________________________________________________________________________ __________________________________________________________ .» So hatte Jesaja mit der Ankündigung der ernsten Gerichte, die über Israel kommen sollten, den Ruf verbunden, dass ein Überrest errettet werden würde. «Denn indem er die Sache vollendet ____________ _________________________________________________________________ » (Vers 28). Das Gericht wird vorzeitig abgebrochen werden, damit der Überrest errettet werden und aufgrund der unumschränkten Gnade die Segnungen erlangen kann. 8. Auch erklärt Jesaja: «Wenn nicht der Herr Zebaoth _____________________________ ___________________________________________________________________________ _____________________ » (Römer 9,29). Dieser Vers ist ein Zitat aus Jesaja 1,9. Aufgrund seiner Gerechtigkeit hätte Gott das ganze Volk vernichten müssen, aber hinblickend auf seine bedingungslose Verheissung konnte und kann Er in Gnaden mit ihm handeln und ihm «Samen (Nachkommen) übriglassen». Die Barmherzigkeit rühmt sich gegen das Gericht (oder: triumphiert über das Gericht, siehe Fussnote in Jakobus 2,13). |
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| Letzte Änderung am 13.09.2006. | |||