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| Römer 11,25-36 | ||||
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Römer 11,25-361. «Denn ich will nicht, Brüder, dass euch dieses Geheimnis unbekannt sei, _____________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ _________________________________________________ ; und so wird ganz Israel errettet werden» (Verse 25.26a). Gegenwärtig, während der Gnadenzeit, ist Israel «zum Teil», das heisst mit Ausnahme des stets vorhandenen Überrestes, «Verstockung» von Seiten Gottes widerfahren als Gericht über seine Sünde und Treulosigkeit, aber diese Verstockung soll ein Ende haben. Wenn die «Vollzahl der Nationen» eingegangen sein wird, das heisst, wenn die Zahl derer, die sich während der Gnadenzeit von den Völkern der Erde erretten lassen, voll sein wird, mit anderen Worten: wenn das letzte Glied der Versammlung oder Gemeinde hinzugefügt worden ist und diese durch die Entrückung den Schauplatz der Erde verlassen haben wird, dann wird «ganz Israel» errettet werden. Der Ausdruck «ganz Israel» besagt nicht, dass jeder einzelne Israelit errettet werden wird. Der überwiegende Teil des Volkes wird im Unglauben verharren und den Antichristen anbeten und in der Folge in den Gerichten umkommen. Israel als Volk, als Nation, die dann allerdings nur aus einem Überrest bestehen wird, wird errettet werden. Wir haben bereits in Kapitel 9, Vers 27 gelesen: «Wäre die Zahl der Söhne Israels wie der Sand des Meeres, nur der Überrest wird errettet werden.» In den Augen Gottes steht der Überrest für das ganze Volk! Der Herr verbindet mit ihm alle Rechte und Pflichten. Lasst uns aber nicht vergessen: Solange sich die wahre Kirche noch auf Erden befindet, bleibt Israel als Volk auf die Seite gestellt. Erst nach der Entrückung kann Gott die Beziehung mit ihm wieder anknüpfen. 2. «… wie geschrieben steht: __________________________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ __________________ » (Verse 26b und 27). Die Masse des jüdischen Volkes wird, wie wir bereits erwähnt haben, in den Gerichten am Ende der Tage umkommen. Aber ein treuer Überrest, der sich dem Antichristen nicht beugen wird, wird dastehen, und für ihn wird der Retter aus Zion kommen – nicht aus dem Himmel, um ihn, wie die Gläubigen der Jetztzeit, in den Himmel zu versetzen, sondern aus Zion, um die «Gottlosigkeiten von Jakob» abzuwenden und das um der Väter willen geliebte Volk in die Segnungen des Tausendjährigen Reiches einzuführen. Der Bund Gottes, um Israels Sünden wegzunehmen, ruht auf sicherer Grundlage, auf der bedingungslosen Gnade, die sich in dem «Erretter aus Zion» offenbaren wird. Ihn, den ihre Väter einst ans Kreuz geschlagen haben, wird der Überrest kommen sehen, und zwar mit den Wundmalen in seinen Händen, die ihnen Frieden und Vergebung verkündigen. 3. «Hinsichtlich des Evangeliums sind sie zwar Feinde, _____________________________ _________________________________________________________________ » (Vers 28). Was das Evangelium betrifft, hatten sich die Juden als Feinde erwiesen. Sie hatten die gute Botschaft feindselig zurückgewiesen und damit den Heiden eine Tür der Begnadigung geöffnet. Als Nachkommen Abrahams aber blieben sie Gegenstände der unveränderlichen Liebe Gottes. Allerdings nicht etwa aufgrund des Bundes am Sinai, denn auf diesem Boden war alles für sie verloren, sondern in Verbindung mit ihren Vätern, Abraham, Isaak und Jakob. Diese hatte Gott einst aus Gnaden berufen, ihnen hatte Er bedingungslose Verheissungen gegeben. 4. «Denn die Gnadengaben ____________________________________________________ ___________ » (Vers 29). Wenn Gott aus Gnaden ein Geschenk verliehen und eine Berufung ausgesprochen hat, ist das für Ihn unbereubar, und wenn Er eine Verheissung gegeben hat, wird Er sie nicht wieder rückgängig machen. Er berief Israel dazu, sein irdisches Eigentumsvolk zu sein. Am Ende der Tage wird sich Gott daran erinnern. Indem Er das «steinerne Herz» aus ihrem Innern wegnimmt und ihnen ein «fleischernes Herz» gibt (Hesekiel 11,19), wird Er sie für den Empfang seiner unumschränkten Gnade zubereiten. 5. «Denn wie ihr einst Gott nicht geglaubt habt, ____________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ _____________________________________________________________ » (Verse 30-32). Die Heiden hatten einst in Finsternis, fern von Gott gelebt, waren aber jetzt durch den Unglauben der Juden unter die Begnadigung gekommen. Eine Gnade, auf die sie keinen Anspruch hatten, war ihnen zuteil geworden. Ähnlich stand es mit den Juden: ungläubig wie die Heiden, hatten sie selbst die Gnade verworfen und wiesen auch den Gedanken zurück, dass sie sich jetzt den Heiden zugewandt habe. Infolgedessen blieb auch für sie, gleich wie für die Heiden, nur das freie Erbarmen Gottes übrig. Jeder Ruhm, jedes Vertrauen auf eigenes Tun, war für beide, Juden und Heiden, ausgeschlossen. Alle standen auf demselben Boden, alle zusammen waren von Gott «in den Unglauben eingeschlossen», und Gott hatte das getan, damit Er allen, Juden und Heiden, seine Gnade zuwende. 6. Es ist mehr als verständlich, wenn der Apostel Paulus nach der Behandlung der Gnadenwege Gottes mit den Juden und den Heiden in einer ergreifenden Lobpreisung den Gefühlen seines Herzens Ausdruck gibt: «O Tiefe des Reichtums, _____________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ _____________________________________________________________ » (Verse 33-35). 7. Ja, wie unergründlich, über alles menschliche Denken erhaben, sind die Wege Gottes! Wer hat Ihm beratend zur Seite gestanden, als Er sie in seinem Herzen erwog und feststellte? Wege, auf welchen Er die Treue seiner Verheissungen denen gegenüber aufrecht halten konnte, die alle Ansprüche daran verloren hatten und nun mit anderen, die solche Ansprüche nie besassen, auf dem gleichen Boden der Gnade gesegnet werden. Ja, wer hätte des Herrn Sinn erkannt? Und doch sind wir schwache, sterbliche Wesen von Ihm eingeführt in das Erkennen dieses Sinnes und der Wege dessen, von dem es heisst: «Denn von ihm und durch ihn und für ihn ___________________________________________________________________________ ____________________________________________ » (Vers 36).
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| Letzte Änderung am 16.09.2006. | ||||