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| Römer 13,1-14 | ||||
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Römer 13,1-14Der Apostel wendet sich in dem vorliegenden Kapitel zu einer Verpflichtung, die auf jedem Menschen, in besonderer Weise aber auf dem Christen ruht. «Jede Seele sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan.» Zunächst ist die Obrigkeit «von Gott», dann ist sie «Gottes Dienerin», und schliesslich sind die von ihr angestellten Personen «Gottes Beamte» (Verse 4-6). Es könnten kaum ernstere Gründe für unsere Verpflichtungen der Obrigkeit gegenüber angeführt werden. Allerdings möchte hier die Vernunft die Stimme erheben und die Einwendung entgegenstellen: «Ja, aber wenn die Obrigkeit selbst ihre Abhängigkeit von Gott nicht anerkennt? Was dann? Soll ich mich ihr dann auch noch bedingungslos unterwerfen?» Selbstverständlich bleibt das bekannte Wort: «Man muss Gott mehr gehorchen als Menschen» (Apg. 5,29), allezeit zu Recht bestehen. Stellt eine obrigkeitliche Gewalt eine Forderung an uns, die dem klar ausgesprochenen Willen Gottes zuwiderläuft, dann muss der Wille Gottes der obrigkeitlichen Forderung übergeordnet werden. Aber nur in diesem Fall! Zur Zeit der Abfassung dieses Briefes war es wahrlich nicht leicht, diesem Gebot nachzukommen, denn die obrigkeitlichen Gewalten waren durchaus heidnisch und götzendienerisch. Auch hat der Christ nicht zu untersuchen, ob die Verordnungen, die die jeweilige Regierung trifft, richtig oder unrichtig sind, ob sie ihm und anderen Nutzen oder Schaden bringen. Seine Sache ist es, für die Obrigkeit zu beten, dass Gott sie richtig leiten und ihr Weisheit und Einsicht schenken möge, zum Wohl des Landes zu regieren. Niemals gibt das fehlerhafte Verhalten eines der obrigkeitlichen Beamten dem Christen ein Recht, seinerseits nun auch seinen Verpflichtungen nicht treu nachzukommen. Fehlt die Obrigkeit in ihrem Auftrag als Gottes Dienerin, so hat sie es mit Gott zu tun. Der Christ aber ist gehalten, unter allen Umständen «das Gute auszuüben», auch allen zu geben was ihnen gebührt, «die Steuer, dem die Steuer, den Zoll, dem der Zoll, die Furcht, dem die Furcht, die Ehre, dem die Ehre gebührt» (Vers 7). In Vers 8 sagt der Apostel: «Seid niemand irgendetwas schuldig, als nur einander zu lieben; denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt.» Dass er bei dieser Ermahnung zunächst an die eben besprochenen Verpflichtungen denkt, ist kaum zu bezweifeln, aber wir dürfen gewiss auch eine Warnung vor leichtfertigem Schuldenmachen darin erkennen, wie solches leider immer wieder auch unter Christen vorkommt. Es ist und bleibt demütigend für einen Gläubigen, in Schulden geraten zu sein, und er sollte sie so bald wie möglich, soweit es in seinen Kräften steht, abtragen. Von dieser Regel ist nur ein Ding ausgeschlossen, und das ist die Liebe. Diese Schuld bringt auf niemand eine Unehre, weder vor Gott noch vor Menschen. Sie jemals abzutragen ist auch unmöglich. Zugleich ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes. Alle die Gebote, die die Pflichten des Menschen seinen Mitmenschen gegenüber zum Ausdruck bringen, finden sich in dem einen zusammengefasst: «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst» (Vers 9). Ausser der Schuldigkeit, Liebe zu üben, finden wir am Schluss des Kapitels noch einen anderen Beweggrund, treu und wachsam zu sein. «Und dieses noch, da wir die Zeit erkennen, dass die Stunde schon da ist, dass wir aus dem Schlaf aufwachen sollen; denn jetzt ist unsere Errettung näher, als damals, als wir gläubig wurden» (Vers 11). Der Blick auf die vor uns liegende völlige Errettung aus dem gegenwärtigen bösen Zeitlauf und seinen mannigfachen Versuchungen lässt den Christen vom Schlaf aufstehen und ermuntert ihn zu einem nüchternen und anständigen Wandel. 1. Aus welchem Grund müssen wir uns der Obrigkeit unterwerfen?___________________ ___________________________________________________________________________ Welche Antwort gibt der Herr Jesus dem Pilatus in Johannes 19,11?____________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ 2. Laut Johannes 17,16 sind wir als Gläubige nicht _________ der Welt. Wohl befinden wir uns nach Vers 11 desselben Kapitels noch _______ der Welt. Aus diesem Grund müssen wir, solange wir hienieden sind, der Obrigkeit dienen. 3. Es gibt noch verschiedene Stellen in der Schrift, die uns zur Unterwürfigkeit unter die Obrigkeit auffordern. So schreibt Paulus im 3. Kapitel des Briefes an Titus, dass er die Gläubigen daran erinnern soll, den «Obrigkeiten ___________________________________ ____________________________ , zu jedem guten Werk bereit zu sein». 4. Auch Petrus äussert sich hierzu (1. Petrus 2,13-17). Er befiehlt, dass wir uns «jeder _______________________________________________ » unterwerfen müssen, und zwar « _________________________________ willen». 5. Gehorsam ist nicht das einzige, das wir denen schulden, die in Hoheit sind. Laut 1. Timotheus 2,1-2 sollen wir für sie _____________________ . Der Nachsatz: «Damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und würdigem Ernst», bezieht sich nicht auf den Inhalt der Gebete, sondern auf deren Ergebnisse. 6. Dass die Autorität der Könige von Gott kommt, lesen wir auch im Alten Testament. Notieren Sie bitte, was Sprüche 8,15-16 darüber aussagt:___________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ Und dass wir sie ehren sollen, sagt dasselbe Buch in Kapitel 24,21: «Mein _______________ ___________________________________________________________________________ ____________________________ .» 7. Schulden wir nur einer guten Regierung Gehorsam oder auch einer schlechten? (Die Stelle 1. Petrus 2,18 kann Ihnen bei der Beantwortung dieser Frage Hilfe leisten)._______________ ___________________________________________________________________________ 8. Gibt es für unseren Gehorsam der Obrigkeit gegenüber auch Grenzen? (Vergl. Apostelgeschichte 5,29): ___________________________________________________________________________ 9. Kehren wir wieder zu Römer 13 zurück. Widersetzt sich jemand der Obrigkeit, der «widersteht ___________________________________ » und er bringt «ein ________________ über sich». 10. Letzteres bedeutet, dass er durch die Obrigkeit bestraft wird. Wann brauchen wir davor keine Angst zu haben? _______________________________________________________ . Wir werden dann sogar ____________ von ihr empfangen. Tun wir Böses, dann haben wir Grund, uns zu fürchten. Warum?__________________ ___________________________________________________________________________ 11. Wir sollen der Obrigkeit allerdings nicht nur gehorchen, weil wir sonst ihre Strafe zu fürchten haben, sondern auch «des _______________________ wegen». 12. Worin wird unsere Untertänigkeit der Regierung gegenüber auch sichtbar? ____________ ___________________________________________________________________________ Auch dies ist also ein Dienst für Gott. 13. Wir müssen jedem geben, was ihm zusteht, und dabei sorgen, dass wir «niemand _______ _____________________________ sind». Welches ist die einzige Schuld, die jeder Gläubige hat und die er Zeit seines Lebens nie abtragen kann?________________________________ ___________________________________________________________________________ 14. Wenn wir das tun, dann erfüllen wir das « _________________ ». Obwohl wir nicht unter Gesetz stehen, wird dann «die ____________________________ des Gesetzes» in uns erfüllt (Römer 8,4). 15. Alle Gebote, die von unserem Benehmen dem Nächsten gegenüber handeln, kann man in einem Satz zusammenfassen: «Du sollst___________________________________________ __________________________ .» 16. Alle diese Ermahnungen, die im 12. und 13. Kapitel des Römerbriefes enthalten sind, sind umso aktueller, weil «die Stunde schon da ist, dass wir aus dem _______________________ _______________ sollen». Die Zeit unserer Errettung ist näher, « ______________________ ____________________________________ .» Das war bereits eine Feststellung des Apostels Paulus. Wie viel näher steht dieser Zeitpunkt vor uns! 17. Noch befinden wir uns in der Zeit der Verwerfung unseres Herrn Jesus Christus, die durch tiefe moralische Finsternis in dieser Welt gekennzeichnet ist. Doch in unseren Herzen ist bereits der «Morgenstern» aufgegangen, und bald naht der Tag, wo wir, dieser finsteren Welt enthoben, «allezeit beim Herrn sein werden». «Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist __________ .» Deshalb müssen wir drei Dinge tun: a) « _____________________________________ ablegen» b) « _____________________________________ anziehen» c) « ______________________ wandeln wie am Tag» 18. Wir sollen nicht «in Schwelgereien ___________________________________________ ___________________________________________________________________________ wandeln, sondern _____________________________________________ anziehen». Das heisst, dass wir so leben sollen, wie der Herr Jesus gelebt hat. Wir «bekleiden» uns gleichsam mit seinem Wandel. 19. Der letzte Vers unseres Kapitels zeigt uns, dass der Gläubige leider noch die alte Natur in sich trägt. Denn dort wird gesprochen von der «Vorsorge für das Fleisch zur Befriedigung seiner Begierden.» Indem wir der Ermahnung folgen, «den Herrn Jesus Christus anzuziehen», d.h. in all unserem Denken, Reden und Tun den Charakter und Wandel unseres hoch gelobten Herrn zur Darstellung zu bringen, werden wir nicht nur «nicht Vorsorge treiben für das Fleisch zur Befriedigung seiner Begierden», nicht nur nicht Dingen nachgehen, in denen diese Begierden ihre Nahrung finden, sondern «so wandeln, wie er (der Herr Jesus) gewandelt hat.»
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| Letzte Änderung am 17.04.2006. | ||||