![]() |
![]() |
|||
| Römer 12,1-18 | ||||
| Home Erwachsene Kinder und Jugendliche Uebersicht Kurse Suche | ||||
Römer 12,1-18Mit dem 11. Kapitel hat der belehrende Teil des Römerbriefes seinen Abschluss gefunden. Es folgen nun Ermahnungen, die den Gläubigen zu einem Wandel in hingebender Treue Gott und den Menschen gegenüber auffordern. Der Christ ist ein erlöster, von der Welt abgesonderter Mensch, der sich als solcher nach Gesinnung und Wandel offenbaren soll in den verschiedenen Beziehungen, in denen er sich befindet, sei es im Kreis der Gläubigen oder in der Welt. _______________________
Die Worte des 1. Verses im 12. Kapitel erinnern uns unwillkürlich an Römer 6,13, wo wir Gläubigen aufgefordert werden, uns Gott zur Verfügung zu stellen als Lebende aus den Toten und unsere Glieder Gott zu Werkzeugen der Gerechtigkeit. In späteren Kapiteln werden wir dann mit den Erbarmungen Gottes bekannt gemacht. Aufgrund dieser Erbarmungen ermahnt uns nun der Apostel Paulus, unsere Leiber als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Schlachtopfer Gott darzustellen (darzubringen, zur Verfügung zu stellen). Er nennt das unseren vernünftigen oder einsichtsvollen, den Gedanken Gottes entsprechenden Dienst oder Gottesdienst. Wir sind es Gott schuldig, diesen Dienst zu tun, weil wir mit Geist, Seele und Leib durch das teure Blut unseres Herrn und Heilandes erkauft sind. Gott erwartet, dass wir unsere ganze Person mit allem, was wir besitzen, Ihm widmen. Diese Widmung, diese völlige Hingabe unser selbst ist als Opfer, das wir Gott darbringen, ganz anderer Art als die alttestamentlichen Opfer unter dem Gesetz. Der Apostel Paulus nennt dies ein lebendiges Schlachtopfer im Gegensatz zu den Schlachtopfern im Alten Bund, die getötet wurden, und heilig im Vergleich mit dem weltlichen und gesetzlichen Charakter jener Opfer und Gott wohlgefällig, weil Gott darin seinen wahren Platz empfängt und verherrlicht wird. Nicht gesetzliche Gebote oder Forderungen sind also der Boden, auf den wir gestellt sind. Nur göttliches Erbarmen ist im Stande, uns zu befähigen, unseren Leib mit Herzensentschluss Gott darzustellen. In den Worten des 2. Verses unseres 12. Kapitels fügt der Apostel unserer persönlichen Hingabe an Gott noch ein zweites Element hinzu. Wir sollen uns bewahren vor den bösen Einflüssen der Welt, des gewaltigen Systems, das Satan aufgerichtet hat, und das wir durchschreiten müssen. Es genügt nicht, äusserlich von der Welt getrennt zu wandeln. Wir bedürfen der fortwährenden Erneuerung des Sinnes (vergl. Epheser 4,23), indem wir uns unbefleckt erhalten von dem Geist unserer Tage, von den Gewohnheiten und herrschenden Meinungen der Menschen, die Gott nicht kennen und in der Finsternis ihrer Herzen dahinleben. Nur so vermögen wir zu erkennen, welches der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist. Im 3. Vers werden wir zur Demut angehalten. Auch als Gläubige haben wir von Natur aus die Neigung, «höher von sich zu denken, als zu denken sich gebührt». Wir werden aber davor bewahrt werden, wenn wir die beiden ersten Verse dieses Kapitels beobachten und danach leben. Unser erneuerter Sinn findet seine Freude daran, sich mit der Person unseres Herrn zu beschäftigen, der unser leuchtendes Vorbild ist. Er konnte mit Recht von sich sagen: «Ich bin sanftmütig und von Herzen demütig» (Matthäus 11,29). Wenn wir uns nahe bei Ihm aufhalten, wird das Ich mit seinem Eigendünkel verdrängt. Es fällt uns dann leichter, besonnen zu sein und zu erkennen, welches, dem Mass unseres Glaubens entsprechend, der Auftrag ist, den Gott uns zugedacht hat. Wir sind leider oft in Gefahr, nach hohen und grossen Dingen zu trachten und übersehen dabei, was Gott uns anweist. In den Versen 4 und 5 redet der Apostel zum ersten und einzigen Mal im Römerbrief vom «Leib». Im 1. Korintherbrief, im Epheser- und Kolosserbrief beschäftigt er sich eingehender mit dem Leib des Christus, der aus der Gesamtheit aller wahren Gläubigen auf der ganzen Erde besteht. Hier bezieht er sich unter einem rein praktischen Gesichtspunkt auf diesen «Leib». Er zeigt in den Versen 6-8, wie sich die einzelnen Glieder zueinander verhalten sollen. Jedes Glied am Leib des Christus hat seine besondere Verrichtung, und Gott hat jedem das Mass des Glaubens im Hinblick auf diese Verrichtung zugeteilt, wie wir in Vers 3 gesehen haben. Das Wort «jedem» zeigt uns mit aller Bestimmtheit, dass jeder Gläubige eine Funktion zu erfüllen hat, weil er ein Glied am Leib des Christus ist. Der Herr hat seiner Versammlung oder Gemeinde noch spezielle Gaben gegeben (siehe 1. Korinther 12 und Epheser 4,11), die aber nur Einzelnen anvertraut werden, so z.B. die Gabe des Evangelisten, des Lehrers und des Hirten. In unseren Versen aber handelt es sich vorwiegend um Verrichtungen oder Dienstleistungen, zu deren Ausübung nicht eine oben angeführte spezielle Gabe erforderlich ist. Jeder unter den Gläubigen hat auch die Möglichkeit, je nach dem was er hat, etwas von seinen Gütern mit dem zuteilen, der Bedarf hat. Und gewiss ist jeder von uns in der Lage, Barmherzigkeit zu üben, sich in Teilnahme denen zuzuneigen, die sich in Prüfung, Krankheit und Sorgen befinden. Diese christliche Tätigkeit ist das Vorrecht sowohl der Brüder als auch der Schwestern. Die Weissagung ist eine Gabe, die zur Erbauung der Zuhörer dient, sei es in der Versammlung oder z.B. bei Hausbesuchen (vergl. 1. Korinther 14,3-5). Der Sprechende redet als Aussprüche Gottes (1. Petrus 4,11), und soll dabei in dem Mass des Glaubens bleiben, das er empfangen hat. Auch der Dienst, anderen behilflich zu sein, ist eine Gnadengabe und kann von jung und alt ausgeübt werden. Er hat seinen Ursprung in der Liebe, die wir zueinander haben. Das Lehren hingegen soll von Brüdern ausgeübt werden, die über eine gewisse Kenntnis des Wortes verfügen. Die Aufgabe des Lehrers besteht darin, das Wort Gottes in verständlicher Weise zu erklären. Die Ermahnung hat zum Zweck, den Wandel der Gläubigen mit der Lehre des Wortes Gottes in Übereinstimmung zu bringen. Die Vorstehenden sollen selber so wandeln, dass sie Vorbilder der Herde Gottes sind. Zum Schluss möchten wir noch einmal daran erinnern, dass wir alle, die wir Eigentum des Herrn Jesus sind, eine Gnadengabe empfangen haben, auch wenn es nicht eine spezielle Gabe zur Ausübung eines öffentlichen Dienstes ist. Wir haben darum alle eine Verantwortung und das Vorrecht, diese Gabe zum Wohl des ganzen «Leibes» auszuüben. _______________________
1. Der Apostel Paulus beginnt das 12. Kapitel des Römerbriefes mit den Worten: «Ich _____________________________________ , Brüder, …». Das wollen wir nicht so auffassen, dass er uns damit Vorwürfe macht, sondern dass er uns auf etwas hinweist. Auf was denn? Versuchen Sie bitte, mit eigenen Worten kurz zusammengefasst niederzuschreiben, wozu wir im 1. Vers ermahnt werden. ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ 2. Einen ähnlichen Gedanken finden wir in Philipper 1,20 (gegen Ende des Verses). Welche Erwartung stellt Paulus dort an sich selbst?___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ Er schliesst sogar nicht aus, dass er dabei den Märtyrertod erleiden könnte. 3. Im Neuen Testament werden 4 Arten von Opfern erwähnt: a) Hebräer 13,15: ____________________________________ Sie werden erklärt als die __________________________ . Diese Opfer beziehen sich also auf unsere Loblieder und Danksagungen. Besteht nicht ein auffallender Gegensatz zwischen den Opfern unter dem Gesetz, die an die Sünde erinnerten, und den Opfern des Lobes, die aus unseren Herzen emporsteigen, weil die Sünde für immer zunichte gemacht ist? b) In 1. Petrus 2,5, gegen Ende des Verses, ist die Rede von ______________________ _______________________ , Gott wohlangenehm durch Jesus Christus. Die Gläubigen der Jetztzeit bilden, im Gegensatz zur alttestamentlichen irdischen Priesterordnung, eine «heilige Priesterschaft». Sie sind geistliche Priester und haben geistliche Dinge darzubringen. Ihre geistlichen Opfer bestehen aus dem, was durch den Heiligen Geist in ihren Herzen gewirkt wird, wenn sie sich mit der Person des Herrn und seinem am Kreuz vollbrachten Erlösungswerk beschäftigen. Ihre Herzen werden dadurch bewegt und erfüllt mit dem, was der Herr Jesus in sich selbst ist, was er für ihre Herzen, vor allem aber für das Herz Gottes bedeutet. Aus dieser Fülle ihrer Herzen heraus bringen sie das als Anbeter vor Gott zum Ausdruck. Was könnte das Herz Gottes mehr erfreuen als sein geliebter Sohn, der stets die Wonne und die Freude seines Herzens war, der Ihn im Leben wie im Sterben vollkommen geehrt und verherrlicht hat? c) Hebräer 13,16: Das _____________________________________________________ ___________________________________________________________________________ Zum ersten wird mehr die Unterstützung der Armen gemeint, zum zweiten die Unterstützung derer, die am Evangelium arbeiten (Siehe auch Epheser 4,28 und Galater 6,6). Manchmal wird das erste auch «teilnehmen» oder «beitragen» genannt, aber dann wird auch angegeben, für welchen Zweck es ist. Zum Beispiel Römer 12,13: an den ___________________________________________________________________________ d) Römer 6,13, zweiter Teil des Verses: …stellt euch selbst Gott dar _______________ ___________________________________________________________________________ _________________ (sich Gott darstellen oder zur Verfügung stellen hat die Bedeutung von sich Gott opfern). Das betrifft alles, was man während seines irdischen Lebens für den Herrn tut. 4. Bei seiner Ermahnung in Vers 1 will der Apostel Paulus nicht die Strenge Gottes in den Vordergrund stellen. Er beruft sich auf die ______________________________________ . Dadurch möchte er wohl in Erinnerung rufen, was er in den vorangehenden Kapiteln geschrieben hat. Er hat unter anderem gezeigt, dass wir als schuldige Sünder vor Gott standen und das ewige Gericht verdient hatten, aber Gott hat sich über uns _____________________ . 5. Im 2. Vers finden wir eine weitere Ermahnung: Und seid __________________________ _________ dieser Welt… Paulus denkt aber dabei nicht nur an das äussere Verhalten, sondern verweist auf die Quelle, aus der unser Tun hervorgeht, denn er fährt fort: sondern werdet verwandelt _____________________________________________ eures Sinnes. Ist das bei uns der Fall, werden wir in der Lage sein zu prüfen, was der gute ______________________ __________________________________________________________ . 6. Wenn wir Gott auf Ihm wohlgefällige Weise dienen, dann dienen wir mit geistlicher Einsicht. Im 1. Vers schreibt Paulus an die Römer: …was euer ___________________________ Dienst ist. Dieses Eigenschaftswort finden wir in 1. Petrus 2,2 auf das ___________________ ______________ bezogen, das geistliche Einsicht verschafft und geistliches Wachstum wirkt. Der Apostel Jakobus, dessen Brief besonders auf die Praxis ausgerichtet ist, weist im 27. Vers des 1. Kapitels seines Briefes auf einen weiteren Gesichtspunkt des Dienstes hin. Er spricht über einen reinen und _________________________________________ . Und worin besteht dieser Gottesdienst? ___________________________________________________________________________ 7. Von welchen drei Dingen wird nach 1. Johannes 2,16 das Leben dieser Welt beherrscht? a) ____________________________________________ b) ____________________________________________ c) ____________________________________________ Aber die Welt vergeht und ihre ______________ (1. Johannes 2,17). Wofür wollen wir unser Leben investieren? 8. Gehen wir zu Römer 12 zurück. Eins der Dinge, von denen die Welt beherrscht wird, ist, wie wir in 1. Johannes 2,16 gesehen haben, der Hochmut. Auch Christen laufen Gefahr, hochmütig zu werden, sogar auf Dinge, die Gott ihnen geschenkt hat. Im Hinblick darauf ermahnt uns der Apostel Paulus in Vers 3. Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie leicht der Hochmut im Herzen des Gläubigen Platz finden kann? Vielleicht könnten Sie im Hinblick darauf einige Gedanken zu Papier bringen. ___________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ 9. In den Versen 4 und 5 spricht Paulus von der Versammlung oder Gemeinde als von einem _____________ , während die Gläubigen die ____________________ davon sind. 10. So wie jedes Glied des menschlichen Körpers eine besondere Aufgabe hat und die entsprechende Fähigkeit, diese auszuführen, so haben auch die einzelnen Glieder einer Versammlung oder Gemeinde __________________________________________________ entsprechend der ihnen vom Herrn verliehenen «Gnade» (Vers 6). 11. Wir haben in der Einleitung dieser Lektion bereits darauf hingewiesen, dass es besondere Gaben gibt, die nur Einzelnen anvertraut werden, aber zahlreiche Verrichtungen, zu deren Ausübung nicht eine besondere Gabe erforderlich ist, und dass es sich in unseren Versen vorwiegend um Verrichtungen der letztgenannten Art handelt. In den Versen 6 bis 8 werden eine Anzahl Gnadengaben resp. daraus hervorgehende Verrichtungen oder Dienstleistungen aufgeführt. Wollen Sie diese bitte hier aufzeichnen: _________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________
|
||||
| Letzte Änderung am 14.04.2006. | ||||