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| Römer 7,7-12 | |||
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Römer 7,7-12Wir haben in der vorangehenden Lektion festgestellt, dass das Gesetz nicht nur keine Kraft gibt zum Halten seiner Gebote, sondern gar der Sünde in uns Anlass gibt, wirksam zu werden. Diese Tatsache, dass das Gesetz eine dermassen verhängnisvolle Wirkung haben kann, könnte in unseren Herzen die Frage aufwerfen, die der Apostel Paulus am Anfang des 7. Verses anführt: «Ist ____________________________________________ ?» Mit anderen Worten: Es könnte jemand auf den Gedanken kommen, das Gesetz tauge überhaupt nichts, vor allem, wenn er an den 5. Vers denkt, der bereits in der 12. Lektion Gegenstand unserer Betrachtung war: « ______________________________________________________________________ ____________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ ». Um zu verhüten, dass es zu der oben stehenden falschen Schlussfolgerung kommt, wirft der Apostel die Frage am Anfang des 7. Verses auf und geht nun näher darauf ein. 1. Wenn eine Maschine einen bestimmten Stoff verarbeiten muss, und das Ergebnis des Arbeitsprozesses unbrauchbar ist, dann kann das an der Maschine oder an dem zu verarbeitenden Stoff liegen. Gott gab dem Menschen das Gesetz. Wenn nun dieses ein schlechtes Ergebnis bringt, indem dadurch «die Leidenschaften der Sünden in unseren Gliedern wirkten», dann könnte es rein theoretisch am _________________ oder am __________________ liegen. 2. Auf die Frage, ob das Gesetz «Sünde», also eine schlechte Sache sei, antwortet der Apostel mit einer kräftigen Verneinung, mit den Worten: « _____________________________ !» Das Gesetz ist also nicht «Sünde», keine ungute Sache, aber es lässt die Sünde « ____________ _______________________ » (siehe Vers 9 am Ende). 3. Es heisst weiter in Vers 7: «Aber die Sünde _____________________________________ ________________________ Gesetz …». Paulus sagt mit diesen Worten nicht: «Ich hätte nie gewusst, dass Totschlag, Stehlen, Lügen usw. Sünde ist, wenn das Gesetz dies nicht verboten hätte.» Und hat zum Beispiel Kain gewusst, dass er eine Sünde beging, als er Abel erschlug? (Vergleiche 1. Mose 4,7.13): ________________________________ Jedes natürlich aufrichtige Gewissen weiss, dass Morden, Lügen, Stehlen usw. böse ist, und verurteilt diese Dinge. Aber hier geht es um die Sünde als ein böses Prinzip, als die böse Quelle in unserem Innern, um unseren sündigen Zustand. Die Sünde erscheint als eine im Fleisch wohnende Macht, die Gott und seinen Geboten feindlich gegenübersteht. 4. Denn auch von der Begierde hätte ich nichts gewusst, _____________________________ __________________________________________________________________ (Vers 7b). Durch das Gesetz wird nicht nur die in uns wohnende Sünde, sondern auch die Begierde in ihrem wahren Charakter erkannt. Die Begierde ist die im Fleisch aufsteigende Gier und Lust. An dieser Stelle handelt es sich nicht darum, die Schuld des Menschen festzustellen, sondern seine böse, widerspenstige Natur ans Licht zu bringen. Darum wählt wohl der Apostel, geleitet durch den Heiligen Geist, das zehnte Gebot: «Du sollt nicht begehren» als das geeignetste, um das Vorhandensein jenes bösen Prinzips, der Sünde im Menschen, nachzuweisen. In 2. Mose 20,17 finden wir das 10. Gebot in seinem vollen Wortlaut. Wollen Sie bitte dieses hier niederschreiben:______________________________________________________________ ____________________________________________________________________________ ____________________________________________________________________________ ____________________________________________________________________________ Alle Gebote, ausser dem fünften, beginnen übrigens mit: «Du sollst nicht …» Damit kommt zum Ausdruck, dass diese Gebote auf allerlei Dinge Bezug nehmen, die wir gerne tun möchten. Aber das zehnte Gebot ist das weitreichendste, denn in ihm wird nicht nur ein äusseres Verhalten, sondern vor allem eine innere Haltung verurteilt. Begierde ist eine Wurzel in unserem Herzen, aus der die Sünde hervorkommt. In 2. Petrus 1,4 wird die Begierde als die Quelle des Verderbens, das die Welt kennzeichnet, vor Augen geführt. «… damit ihr durch diese (die kostbaren Verheissungen) Teilhaber der göttlichen Natur werdet, ____________________________________________________________________________ _________________________________________________ » (2. Petrus 1,4). Als Teilhaber der göttlichen Natur sind wir dem Verderben, das in der Welt ist durch die Begierde, entronnen. Das ist eine bereits geschehene Tatsache. Das hat bei der Bekehrung stattgefunden. Von diesem Augenblick an sind wir Teilhaber der sittlichen Wesenszüge Gottes geworden. Wir bewegen uns nun in einer anderen Atmosphäre als zur Zeit, da wir noch der Welt angehörten. Damals hatten die Welt und ihre Begierde die Oberhand in unserem Leben. Die Begierde stellt sich vor unsere Augen; sie wendet sich an die Sinne und das Gefühlsleben. Findet sie aber den Weg ins Herz hinein, dann folgt das Verderben; die bösen Regungen des Fleisches werden zur vollendeten Tat. In diesem Zusammenhang kann es nur von Nutzen sein und zum Segen gereichen, wenn wir die Stelle 1. Johannes 2,16 in unsere Betrachtung mit einbeziehen. Wollen Sie bitte diesen Vers notieren, denn was man einmal geschrieben hat, prägt sich einem besser ein: ____________________________________________________________________________ ____________________________________________________________________________ ____________________________________________________________________________ ____________________________________________________________________________ Alles in der Welt ist gekennzeichnet durch die Lust des Fleisches, die Lust der Augen und den Hochmut des Lebens. Durch diese drei Dinge kann der Feind jederzeit den Weg in unsere Herzen finden. Die Jünglinge im Besonderen werden in diesem Abschnitt darauf aufmerksam gemacht. Sind wir aber nicht alle, auch wenn wir längst gläubig geworden sind, in welchem Alter wir stehen mögen, in Gefahr, dem einen oder andern dieser Dinge Einlass zu gewähren? Wie leicht zum Beispiel erliegen wir dem «Hochmut des Lebens»! Wie nötig ist es deshalb, über die Eingänge unserer Herzen zu wachen! 5. «Die Sünde aber ___________________________________________________________ ____________________________________________________________________________ __________________________________ » (Vers 8). Wenn das Gesetz alle bösen Begierden verbietet, dann wird die verdorbene Natur des Menschen erst recht angeregt, danach zu streben. So sagt uns das Gesetz gleichsam folgendes: «Du sollst nicht in einer Welt lustvoller Vorstellungen leben.» Das Gesetz verurteilt eine schmutzige Phantasie. Doch leider gibt es uns nicht die Kraft, unsere Phantasie zu zügeln. Das allgemeine Verhalten des Menschen lässt erkennen, dass, wenn immer etwas verboten ist, er umso mehr danach strebt. In Lektion 12, Punkt 13 haben wir versucht, das mit einem praktischen Beispiel zu veranschaulichen. Auch die Stelle Sprüche 9,17 schildert das treffend:_________________________________________ ____________________________________________________________________________ «… denn ohne Gesetz ist die Sünde tot». Die Sündennatur ist einmal verglichen worden mit einem schlafenden Hund. Wenn das Gesetz kommt und sagt: «Tu dieses oder jenes nicht!», wacht der Hund auf, um genau das zu tun, was verboten ist. 6. «Ich aber _________________________________________________________________ _________________________________ ; ich aber starb» (Verse 9,10a). Im letzten Abschnitt des 7. Kapitels, bereits ab Vers 7, spricht der Apostel in der Ich-Form. Deshalb vertreten viele die Meinung, dass er von sich rede. Dass das nicht der Fall sein kann, geht klar aus dem eben angeführten 9. Vers hervor. Wie könnte er, der einstige Pharisäer und glühende Verteidiger der Aussprüche des Gesetzes, von sich sagen: «Ich aber lebte einst ohne Gesetz?» Wieder andere meinen, Paulus rede von den normalen Erfahrungen eines Gläubigen, so dass die Seufzer, die in diesem Kapitel später ausgerufen werden, zum normalen Leben eines Christen gehörten. Doch wenn wir den 14. Vers unseres 7. Kapitels mit den Versen 14 und 18 des 6. Kapitels vergleichen, wird uns völlig klar, dass er unmöglich die regelrechten Erfahrungen eines Christen beschreiben kann. Ein Leben lang «unter die Sünde verkauft» zu sein wäre in der Tat eine erbärmliche Sache! Dass der Apostel selbst in früheren Zeiten ähnliche Erfahrungen machen musste, wollen wir nicht von der Hand weisen. Jedenfalls aber beschreibt er nicht Erfahrungen, die er als reifer Christ in späteren Jahren gemacht hat. 7. Unter diesem «Ich» versteht der Apostel einen Menschen, der bekehrt ist, der Leben aus Gott hat, aber das Werk des Herrn am Kreuz in seiner Tragweite noch nicht erkannt und voll für sich in Anspruch genommen hat. Sein Gewissen ist ins Licht Gottes gebracht, und er eifert für Gottes heilige Ansprüche, indem er sich dazu unter das Gesetz stellt. Aber er muss die schmerzliche Erfahrung machen, dass er keine Kraft hat, ihnen gerecht zu werden. Bekehrung und Wiedergeburt bedeuten noch nicht, bewusst errettet zu sein. Die Errettung beinhaltet mehr als zu wissen, dass man einmal nicht in die Hölle kommt. Sie umfasst auch das Erfahren der Befreiung von der Macht der Sünde und der Macht dessen, durch den sowohl die Sünde als auch der Tod in die Welt gekommen sind, von der Macht Satans. 8. «Ich aber starb. Und ________________________________________________________ __________________________________________________ » (Vers 10). Das Gesetz sagt in Galater 3,12: «Wer diese Dinge _______________________________________________ .» Da ich sie nicht getan habe, im Gegenteil, das Gebot erst recht in mir gewirkt hat, den Begierden meines Fleisches zu folgen, so hat sich das Gesetz für mich als ein Werkzeug des Todes erwiesen. Ich bin der Sünde und ihren Folgen erlegen. Die Früchte, die ich gebracht habe, tragen die Merkmale des (geistlichen) Todes. Damit bringt mir das Wirken des Gesetzes zum Bewusstsein, dass die Neigungen, die den geistlich Toten kennzeichnen, auch noch in mir sind. Leider vermag sich die alte Natur auch im Gläubigen noch geltend zu machen. Kommt sie nicht bei uns nur zu oft noch zum Zug? 9. Wer trägt die Schuld an diesem traurigen Ergebnis? Das Gesetz? Nein, sondern «… die Sünde, durch _________________________________________________________________ ___________________________________________ » (Vers 11). So ist das Gesetz wohl ein Werkzeug des Todes für mich geworden, aber die Ursache aller schlechten Früchte ist die in mir wohnende Sünde. Die «Sünde … betrog mich …». Der «Betrug der Sünde» (Hebräer 3,13) besteht darin, dass die Sünde zunächst eine zeitliche Ergötzung verspricht (Hebräer 11,25). 10. Dass das Gesetz nicht zum gewünschten Ergebnis führen kann, liegt also nicht an ihm, sondern ganz eindeutig an uns. Das Gesetz ist eine gute Sache. Wir müssen uns immer wieder daran erinnern, dass es von Gott gegeben ist als der Ausdruck seines Willens für sein Volk. «Also ist das _________________________________________________________________ ____________________________________________ » (Vers 12). |
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| Letzte Änderung am 25.04.2008. | |||