Römer 5,17-6,9  
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Kapitel 5,17-6,9

Es besteht ein gewaltiger Gegensatz zwischen dem Fehltritt Adams und dem Werk, das Jesus Christus am Kreuz vollbracht hat. Adams Tat war ein Akt des Ungehorsams, während Christus sich in völliger Unterwürfigkeit unter den Willen seines Gottes und Vaters als Opfer hingegeben hat. Beide Taten haben weitreichende Auswirkungen. Während die Tat Adams katastrophale Folgen zeitigte, sind jene der Erlösungstat Christi für alle an Ihn Glaubenden wunderbar und herrlich. Dieser Gedanke wird uns in dieser Lektion noch beschäftigen

1. Der Gegensatz zwischen der Tat von Adam und dem Werk von Jesus Christus wird vom Apostel Paulus in Vers 17 noch weiter ausgedehnt. Was war die Folge der Tat des Ungehorsams von Adam? Dass «der Tod ___________________________ geherrscht hat». Die aber, die die Überschwänglichkeit der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, die ein Ergebnis des Werkes von Jesus Christus sind, werden «im Leben ______________________________ __________________________________________________________________________ ».

Als «Miterben des Christus» werden sie im zukünftigen Zeitalter mit Ihm herrschen.

2. In Vers 18 nimmt der Apostel den Faden von Vers 12 wieder auf. Eine Übertretung gereichte allen Menschen «zur ___________________ ». Doch die Folgen der einen Tat der Gerechtigkeit richten sich ebenfalls gegen alle Menschen, aber nicht zum Gericht, sondern «zur __________________________________________ ».

3. Während uns im 18. Vers die Zielrichtung und die Reichweite der beiden Taten vor Augen geführt wurden, kommen wir im 19. Vers zu ihren tatsächlichen Ergebnissen. Der Apostel spricht hier von zwei Gruppen von Menschen. Die eine Gruppe besteht aus Menschen, die die Stellung von Sündern einnehmen; die andere aus solchen, die in die Stellung von Gerechten versetzt werden. Es ist bezeichnend, dass der Apostel hier nicht den Ausdruck «alle» verwendet wie in Vers 18, sondern in Bezug auf beide Gruppen von den «vielen» spricht. Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, warum der Apostel hier dieses Wort verwendet? ____________________________________________________________________________ ____________________________________________________________________________

4. Alles, was Gott bisher zuwege gebracht hat, ist vollkommen unabhängig vom Gesetz. Das Gesetz spielt im Heilsplan Gottes wohl eine gewisse Rolle, aber eine ganz andere, als die Juden dachten, und leider auch in unseren Tagen viele in der Christenheit denken. «Das Gesetz aber kam daneben ein, damit die _______________________________________________ » (Vers 20). Die Sünde als solche war schon da, ehe das Gesetz gegeben wurde, aber sie sollte sich durch das Gesetz in ihrer ganzen Schwere offenbaren, das heisst als unmittelbare Empörung gegen Gottes heilige Gebote und als Verachtung seiner göttlichen Autorität. In Römer 7,13 lesen wir, dass «die Sünde als Sünde erschiene», ja dass sie «überaus sündig würde durch das Gebot». Das Gesetz lässt die Sünde in ihrem wahren Charakter erscheinen.

5. Das Ende des 20. und der 21. Vers vermitteln uns eine anbetungswürdige Antwort der Gnade Gottes auf die Schuld und Verderbtheit des Menschen. «Wo aber die Sünde überströmend geworden ist, ________________________________________________________________ ________________ , damit, ____________________________________________________ ________________ , so auch ___________________________________________________ _______________________________________ durch Jesus Christus, unseren Herrn».

Die Gnade feiert ihre herrlichsten Triumphe da, wo für den Menschen jede Hoffnung verloren ist und nur ein schonungsloses Gericht auf ihn wartet. Und die Gnade feiert ihren Triumph nicht etwa auf Kosten der Gerechtigkeit Gottes, sondern die Gnade herrscht durch Gerechtigkeit, kraft des vollbrachten Werkes Christi, zu ewigem Leben. Ein gesetzestreuer Jude hätte im besten Fall – der aber nie eintraf – Leben auf Erden als Lohn seines Tuns erwarten können; aber der Gläubige der Gnadenzeit empfängt mehr als nur ein nie endendes irdisches Leben; er empfängt «ewiges Leben», Leben aus Gott, das seinen Ursprung in der Ewigkeit hat. Die Gnade herrscht heute durch Gerechtigkeit. Es kommt aber einmal die Stunde, da die Gerechtigkeit herrschen wird, aber wehe dann allen, welche die Zeit der Gnade versäumt haben!

6. Im 6.Kapitel geht der Apostel gegen einige Einwürfe vor, die seitens des Fleisches oder des Unglaubens angesichts der soeben geschilderten Gnade Gottes erhoben werden, und die uns wiederum die Abgründe des menschlichen Herzens zeigen. Der erste Einwurf lautet:

«Was sollen wir nun sagen? ____________________________________________________ ___________________________________________?» Sollten wir Sünde auf Sünde häufen, damit die Gnade in deren Vergebung sich nur umso reicher entfalten könnte? Wir antworten entrüstet mit dem Apostel: «____________________________!» Was würden wir von einem Sohn sagen, der immer rücksichtsloser die Gebote seiner Eltern übertreten und ihre Herzen verwunden wollte, um ihnen dadurch Gelegenheit zu geben, ihm immer wieder zu vergeben? Welch eine Bosheit und Verhärtung des Herzens würde das offenbaren!

7. Statt diese Frage direkt zu beantworten, stellt hier Paulus folgende Gegenfrage (Vers 2):  «__________________________________________________________________________ ________________________________________ ?» Der Christ, der einst in der Sünde lebte, hat im Tod Christi weit mehr gefunden, als nur die Vergebung seiner Sünden. Er ist mit Christus gestorben und damit aus der alten Stellung, in der er sich von Natur befand, ein für allemal herausgenommen worden. Mit dem alten Menschen, der sich als unveränderlich schlecht erwiesen hat, ist für immer ein Ende gemacht worden, und ein neues Leben ist dem Glaubenden geschenkt worden. Wie sollte und könnte er noch in der Sünde verharren, die seinen Heiland in den Tod gebracht hatte? Wie unfasslich und jedem sittlichen Gefühl entgegen wäre ein solches Tun!

8. Zudem hatten sich die Gläubigen in Rom ja schon durch ihre Taufe dem Bekenntnis nach mit dem Tod des Christus eins gemacht. (Die Taufe verstehen wir als eine äussere Form des christlichen Bekenntnisses). «Oder wisst ihr nicht, ___________________________________ ____________________________________________________________________________ ________________________________ ?» (Vers 3). Wenn der Apostel Paulus in Römer 6 die christliche Taufe anführt, tut er das vor allem, um seine Argumentation in Vers 2 zu bekräftigen: «Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie sollen wir noch darin leben?» Unsere Stellung in Christus: «… die wir der Sünde gestorben sind», und unser christliches Bekenntnis, die «Taufe auf seinen Tod», verbieten gleichermassen ein Verharren in der Sünde.

9. «So sind wir nun ___________________________________________________________ ________________________ , damit, so wie_______________________________________ ___________________________________________________ , so auch wir _____________ ______________________________________ ». Der Täufling bekennt in der Taufe zugleich mit dem Tod Christi seinen eigenen Tod, d.h. den Tod des alten Menschen, das Ende seines hoffnungslosen Zustandes im Fleisch, um fortan als ein in Christus auferstandener Mensch in Neuheit des Lebens zu wandeln. Der Christ ist nicht berufen, allmählich der Sünde abzusterben, nein, der Ausgangspunkt seines Lebens und Weges ist die Tatsache, dass er mit Christus gestorben ist und sich nun in ihm, dem Auferstandenen, in einer ganz neuen Stellung vor Gott befindet.

10. Zu den Ausführungen unter Punkt 9 ist allerdings noch zu bemerken, dass die christliche Taufe als solche nur vom Tod, niemals vom Leben redet. Gewiss, Christus blieb nicht im Tod, Er ist durch die Herrlichkeit des Vaters auferweckt worden. Und so wie der Täufling nicht im Wasser untergetaucht bleibt, sondern wieder heraufkommt, bleibt der Christ geistlicherweise nicht im «Wasser des Todes», sondern kommt aus den Fluten des Todes wieder herauf, um fortan in «Neuheit des Lebens» eine ganz neue Art von Leben zu leben. Aber das geht bereits über die Lehre der Taufe hinaus; es ist vielmehr eine Schlussfolgerung aus dem, was die Taufe sichtbar zum Ausdruck bringt, eine Schlussfolgerung, die der Apostel, inspiriert vom Heiligen Geist, für unser praktisches Leben zieht, und die wir so leicht aus dem Auge verlieren.

11. Auch im 5. Vers finden wir die Bestätigung von dem, was wir unter Punkt 10 erörtert haben, dass unser Auferwecktsein zu neuem Leben eine Schlussfolgerung davon ist, dass wir mit Christus in seinem Tod eins gemacht sind. Denn wenn wir _________________________ ____________________________________________________________________________ ____________________________________________________________________________

12. «… da wir dieses wissen, ____________________________________________________ ______________________________________________________________________ , dass wir der Sünde nicht mehr dienen». Unser «alter Mensch» verkörpert alles, was wir als Kinder Adams waren, unser altes, böses Wesen mit all unseren alten Gewohnheiten und Begierden. Der Ausdruck: «der Leib der Sünde» bezieht sich nicht auf den organischen Leib. Es geht um die in uns wohnende Sünde, die gleichsam als ein personifizierter Tyrann in uns herrschte. Dieser «Leib der Sünde» ist abgetan, d.h. als unser Leben bestimmende Instanz abgeschafft, «dass wir der Sünde nicht mehr dienen».

13. «Denn wer gestorben ist, __________________________________________________ ». Für einen Gestorbenen kann Sünde nicht mehr in Frage kommen, er ist ja tot! Diese Tatsache muss genauso im Glauben erfasst und für sich in Anspruch genommen werden, wie die Wahrheit von der Vergebung der Sünden. Es handelt sich dabei um etwas, das sich ausserhalb von uns vollzogen hat. Es geht um eine Befreiung von der Macht der Sünde, die dem Glaubenden von Gott ebenso bestimmt bezeugt wird wie die Vergebung der Sünden.

14. In den Versen 8 und 9 wird die Schlussfolgerung, die uns in dieser Lektion beschäftigt hat, auf die Zukunft ausgedehnt. «Wenn wir aber mit Christus gestorben sind, so glauben wir, ______________________________________________________________ , da wir wissen, ___________________________________________________________________ ; der Tod _____________________________________________________ ».

Auch unsere Leiber werden an der Auferstehung teilhaben. Dieses Auferstehungsleben, das in der Gegenwart schon seinen Ausdruck findet in einem neuen Wandel, der sich, wenn auch leider unvollkommen, dem Wandel Christi gemäss gestaltet, wird erst vollendet sein in der Herrlichkeit, wenn wir nach «Geist, Seele und Leib tadellos» vor Gott stehen werden (1. Thess. 5,23).

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  Letzte Änderung am 25.04.2008.