Römer 3,1-20  
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Kapitel 3,1-20

Juden und Heiden sind gleich vor Gott, «denn es ist kein Ansehen der Person bei Gott». Beide sind schuldig. Äusserliche gottesdienstliche Gebräuche der Juden können nichts dazu beitragen, ihre Schuld vor Gott abzutragen, auch die Beschneidung nicht, denn Gott sieht in erster Linie das Herz an. Ein Jude könnte aber auf die Idee kommen zu sagen: «Warum hat uns denn Gott eine so bevorzugte Stellung gegeben, ist denn das alles wertlos?» Auf diese und ähnliche Fragen geht der Apostel Paulus jetzt ein

1. Der wichtigste Vorteil der Juden besteht wohl darin, dass ihnen _____________________ ______________________ anvertraut worden sind. Israel geniesst noch weitere Vorzüge. Eine Aufzählung davon finden wir in Römer 9,4.

2. Der Ausdruck «Aussprüche Gottes» bezieht sich nicht nur auf das Gesetz, das Gott durch _______________ gegeben hat, sondern auf alle Aussagen, die Gott später durch die _____________________ gemacht hat (siehe Hebräer 1,1). Das alles ist schriftlich festgehalten und Israel anvertraut worden. Welch ein Vorrecht! Hat sich jemals ein anderes Volk eines solchen Vorrechts erfreut? Was sagt der Schluss von Psalm 147 dazu? (Vers 20a): ____________________________________________________________________________

3. Ein Jude war der Meinung, dass dieser besondere Vorteil schon ausreiche, um ihn von Gottes Gericht freizusprechen. Was tat Israel jedoch mit den «Aussprüchen Gottes»? Hatten sie ihnen Glauben geschenkt? Waren sie treu geblieben? _________ . Angenommen, Gott würde sie ihrer Vorzüge wegen nicht richten, dann müsste Er gegenüber seinen eigenen Prinzipien, denen Er als ein heiliger Gott verpflichtet ist, untreu werden und das Böse gutheissen. Dann würde «ihr Unglaube ___________________________________ aufheben».

4. Gott bleibt sich selbst und seinem Wort treu, indem Er ankündigt, dass Er das Böse richten wird. Wir lesen in Vers 4: «Das sei ferne! Gott aber sei ______________________ , jeder Mensch aber ________________ ». Gott steht unverbrüchlich zu seinem Wort! So wahr es ist, dass Gott trotz der Untreue Israels die diesem Volk gegebenen Verheissungen erfüllen wird, ist es ebenso wahr, dass Er sein Urteil über die Sünde aufrechterhält. Sogar David hat Gott das Recht, ihn zu strafen, nicht abgesprochen, obwohl er als König eine gehobene Stellung bekleidete. Als er schwer gesündigt hatte und die Strafe Gottes erleiden musste, anerkannte er die Korrektheit von Gottes Handeln mit ihm mit den Worten aus Psalm 51,6[4]): «Gegen dich ___________________________________________________________ damit du ____________________________________________________________________________ _____________________________________ ». Die Strafe, die David erfuhr, lässt erkennen, wie wahrhaftig und heilig Gott ist!

5. Genauso, wie David als einzelner wegen seiner Sünde Gottes Zorn verspürte, lässt Gott Israel als Volk wegen seiner Untreue seinen ____________ erfahren. «Aber», so könnte ein Jude erwidern, «nach dem unmissverständlichen Zeugnis der Schrift sind wir 'Lügner' und nur Gott ist 'wahrhaftig'. Unsere Untreue ist vorausgesagt und dient dazu, Gottes Wahrhaftigkeit hervorzuheben. In diesem Fall ist es nicht richtig, wenn Gott uns dafür zur Rechenschaft zieht.»

6. Mit einem Beispiel aus der Schrift versuchen wir zu verdeutlichen, was der 5. Vers für eine Bedeutung hat. Der Herr Jesus hat einmal gesagt: «… der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie es beschlossen ist …» (Lukas 22,22). In Johannes 13,21b wird der Verräter angedeutet mit den Worten: «Wahrlich, wahrlich _________________________________________________ _____________________ » (siehe auch Markus 14,18). Wäre Judas deshalb berechtigt gewesen zu sagen: «Die Schrift sagt, dass Jesus verraten werden muss. Gott kann mich also nicht bestrafen, wenn ich Ihn verrate?» – Gewiss, Gott hat vorausgesagt, dass Jesus verraten würde, aber Er zwang Judas nicht dazu, es zu tun. Deshalb fährt der Herr in Lukas 22,22 fort: «… wehe aber jenem Menschen, durch den er überliefert wird!» Und in Matthäus 26,24 fügt Er noch hinzu: «Es wäre besser für jenen Menschen, wenn er nicht geboren wäre.»

7. Wenn ein Jude so überlegen würde, käme er letztendlich in Streit mit seiner eigenen Überzeugung. Dann könnte Gott auch die Nationen, also die Heiden, nicht richten. Bei ihnen war das doch auch der Fall, dass die Schrift ihre Untreue vorausgesagt hatte, um deutlich zu machen, dass Gott wahrhaftig ist in seinen Worten und in seinen Werken. Doch ein Jude war der festen Überzeugung, dass die Heiden das Gericht wohl verdienten. Kennen Sie jenen Propheten, der es nicht ertragen konnte, dass Gott eine heidnische Stadt vom Gericht verschonen wollte? ______________

8. Die Beweisführung, die Paulus hier zunichte macht, läuft darauf hinaus, dass ein Mensch sagen könnte: «Lasst uns ____________________________________________________ !». Anders ausgedrückt: «Wenn wir das Böse tun, beweisen wir, dass Gottes Wort wahrhaftig ist, und dieses Vorgehen ist doch eine gute Sache.»

9. Das ist in der Tat eine unsinnige Schlussfolgerung! Aber es gab Menschen, die behaupteten, dass der Apostel Paulus dies lehre. Genauso unsinnig ist die Bemerkung in Römer 6,1: «Sollten wir in _______________________________________________________________________ _____________________ ?». Mit anderen Worten: Je mehr wir sündigen, desto deutlicher erscheint Gottes Gnade, denn Er schenkt jedes Mal Vergebung.

10. Ähnliche Einsprüche, wie der Apostel Paulus sie hier behandelt, hört man in etwas anderer Art heute auch noch. Die Menschen sagen: «Wenn Gott uns so geschaffen hat, dass wir sündigen können, dann kann Er uns dafür doch nicht verantwortlich machen!» Statt die Schuld bei sich zu suchen, beschuldigt man Gott. Und hinsichtlich der Lehre des Evangeliums, dass jemand, der an Jesus Christus glaubt, für ewig errettet ist, sagt man: «Dann kann man also ruhig drauflos _____________________ .» Als ob wir in der Schrift nicht zahlreiche Beispiele hätten, wo Gott Gläubige, die in schwere Sünde fielen, durch ein zeitliches Gericht heimsuchte. Durch solche frevelhafte Aussagen lässt der Mensch erkennen, dass ihm das Bewusstsein, dass er es mit einem heiligen Gott zu tun hat, vollkommen abgeht.

11. Nun schickt sich der Apostel an, den Nachweis zu erbringen, dass alle Menschen, Juden und Heiden, gleicherweise «unter der Sünde» sind (Vers 9).

12. In den Versen 10 bis 18 beweist Paulus anhand einer grossen Aufzählung aus dem Alten Testament den schuldigen Zustand der ganzen Menschheit. «… damit jeder Mund _________ ______________________ und die ganze Welt ____________________________________ . Darum, aus Gesetzeswerken ____________________________________________________ ____________________ ; denn durch Gesetz ______________________________________ ________________________________ » (Verse 19.20).

 

Die Lage des Menschen, auf sich selbst gestellt, ist also vollkommen aussichtslos. Es gibt für ihn keine Möglichkeit, durch eigene Mittel und Anstrengung mit Gott ins Reine zu kommen!

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  Letzte Änderung am 25.04.2008.