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| Einleitung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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EinleitungObwohl es für das Teilnehmen an diesem Kurs nicht unbedingt notwendig ist, gehen wir davon aus, dass Sie den Kurs «Fundamente des Glaubens» mitgemacht haben, in dem verschiedene Grundbegriffe behandelt werden, wie zum Beispiel Vergebung, Rechtfertigung, Heilsgewissheit usw. Bevor wir weitergehen, gestatten wir uns, einige Bemerkungen anzubringen. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, immer erst die angegebenen Schriftstellen aufmerksam durchzulesen. Beantworten Sie dann die Fragen, die Sie, ohne vorher in der Bibel nachzuschlagen, beantworten können. Danach beantworten Sie die übrig gebliebenen Fragen mit Hilfe der Bibel. Es freut uns immer, wenn Sie persönliche Fragen, die in Verbindung mit der Kursarbeit auftreten, oder auch Fragen über andere biblische Themen, auf ein separates Blatt schreiben und uns zusammen mit der Lektion zustellen. Gerne gehen wir darauf ein und versuchen, Ihnen anhand der Schrift eine befriedigende Antwort zu geben. Auch wenn Sie seelsorgerliche Probleme haben, sind wir immer gerne bereit, Ihnen zu helfen. Beim Zusammenstellen dieses Kurses wurde die überarbeitete Elberfelder-Übersetzung, 1. Auflage 2003, benützt. Selbstverständlich können unsere Fernbibelkurse auch unter Zuhilfenahme jeder anderen guten Übersetzung mitgemacht werden. Das Entstehen der Versammlung (Gemeinde) in RomÜber das Entstehen der Versammlung in Rom ist uns aus der Bibel nichts bekannt. Sicher ist jedenfalls, dass der Apostel Paulus keineswegs mit ihrer Entstehung zu tun hatte, obwohl Rom zu seinem Arbeitsgebiet gehörte. Gerade er wurde dazu berufen, den Nationen (Völkern) das Evangelium zu verkündigen. Vergl. Apostelgeschichte 9,15; Galater 2,7. Für die Behauptung, dass Petrus, wenn auch nicht der Gründer, so doch der erste Bischof in der Versammlung in Rom gewesen sei, ist nicht nur kein einziges Argument in der Schrift zu finden, sondern auch in der Kirchengeschichte fehlen glaubwürdige Angaben. Wir dürfen es wohl als eine besondere Fügung Gottes ansehen, dass kein Apostel an der Wiege der Versammlung oder Gemeinde von Rom gestanden hat. Von den Jüngern lesen wir, dass sie sich stritten über die Frage, wem von ihnen die höchste Ehre zustehe. Der Herr hat sie deshalb ernst ermahnt. Die Kirchengeschichte berichtet uns von einem ähnlichen Streit in der Christenheit. Dabei ging es um die Frage, welche Gemeinde die wichtigste sei. Nun, die Gemeinde in der Weltstadt Rom beanspruchte diese Vorrangstellung für sich. Treffend ist über Papst Damasis I (366 -384) aus der Feder eines römisch-katholischen Schreibers zu lesen: «Als höchster Verwalter der Kirche regelte er die Rangordnung der Patriarchaten (Sitze einer Anzahl wichtiger Bischöfe) und bestimmte – ohne sich von den Protesten aus Konstantinopel stören zu lassen – dass Rom vor Alexandria und Antiochien Vorrang haben sollte.» Welch einen Gegensatz zu dem Vorbild von Christus und zum Geist des Evangeliums bietet dieses! Wie viel grösser und gefährlicher wäre die Anmassung von Rom jedoch gewesen, wenn man sich auf die Gründung durch einen Apostel hätte berufen können! Es wird angenommen, dass die Versammlung (Gemeinde) in Rom entstanden ist, weil Juden aus anderen Gegenden, die dort das Evangelium gehört hatten und zum Glauben gekommen waren, sich in Rom niedergelassen haben. Man hat Grund anzunehmen, dass die Juden aus Apostelgeschichte 2,10 dabei eine Rolle gespielt haben. Aber das ist lediglich eine Vermutung. Absender, Ort und ZeitDer Brief an die Versammlung in Rom wurde vom Apostel Paulus geschrieben. Nachdem er in Kleinasien und Griechenland gepredigt hatte, sah er ein neues Arbeitsgebiet vor sich, nämlich Spanien. Auf der Reise dorthin wollte er in Rom an Land gehen. Zu dem Zeitpunkt, als der Apostel den Römerbrief schrieb, war er unterwegs, um eine Sendung für die Armen in Jerusalem, die von Gläubigen in Griechenland zusammengelegt worden war, nach Jerusalem zu bringen (Römer 15,25-26). Die Erwähnung der Dienerin Phöbe aus Kenchreä, der Hafenstadt von Korinth (Römer 16,1-2), und des Gajus (Römer 16,23) deuten darauf hin, dass Paulus den Römerbrief kurz vor seiner Abfahrt von Korinth nach Jerusalem schrieb, das heisst im Jahr 57/58. Der Charakter des BriefesDer Brief des Apostels Paulus an die Römer steht an erster Stelle aller neutestamentlichen Briefe, weil darin die grundlegende Heilsbotschaft Gottes, das «Evangelium Gottes» (Römer 1,1), in systematischer Weise dargelegt wird. Der Brief nimmt deshalb diesen ersten Platz zu Recht ein. Der göttliche Ursprung dieser Heilsbotschaft und ihre Beziehung zum Alten Testament werden durch über 50 Zitate aus dem AT oder Anspielungen darauf bekräftigt. Nach einer kurzen Einleitung macht der Apostel Paulus zunächst deutlich, dass jeder Mensch ein Sünder ist, der wegen seiner bösen Taten nichts anderes als das gerechte ewige Gericht Gottes, die Verdammnis, zu erwarten hat (Römer 1,18-3,20). Aber dann wird die Gerechtigkeit Gottes vorgestellt, der seinen eigenen Sohn, Jesus Christus, gesandt hat, damit jeder, der an sein Erlösungswerk am Kreuz von Golgatha glaubt, vor Gott vollkommen gerechtfertigt werden und Frieden mit Gott empfangen kann (Römer 3,21-5,11). Danach wird in Kapitel 5,12-8,39 dargelegt, dass der Mensch nicht nur sündige Taten verübt hat, sondern auch von Natur aus ein Sünder ist, und dass deshalb der «alte Mensch» mit Christus gekreuzigt, das heisst in Gottes Augen vollständig beseitigt sein muss (Römer 6,6-8). Der Gläubige, bei dem das der Fall ist, kann in Neuheit des Lebens wandeln und steht nicht mehr unter dem Zwang zu sündigen (Römer 6,4.14). Auch das Verhältnis des Christen zum mosaischen Gesetz wird behandelt (Römer 6,14-7,13). Einen wichtigen Abschnitt bildet die Beschreibung der traurigen Erfahrung von Gläubigen, die die volle Tragweite des Erlösungswerkes Christi noch nicht erfasst haben (Römer 7,15-25). In Römer 8 wird dann als Abschluss des belehrenden Teils die christliche Stellung des mit dem Heiligen Geist versiegelten Gläubigen beschrieben. Das Kapitel beginnt mit dem triumphierenden Ausruf, dass es für die, die «in Christus», das heisst durch den Glauben völlig mit Ihm eins gemacht sind, keine Verdammnis gibt; und es endet mit der trostreichen Gewissheit, dass es für den Gläubigen keine Trennung von der in Christus Jesus offenbarten Liebe Gottes gibt! Alle Erlösten sind Kinder, Söhne und Erben Gottes, besitzen eine wunderbare Hoffnung und erfahren schon jetzt die Liebe Gottes in allen ihren Lebenslagen. Die Kapitel 9-11 stellen eine Einschaltung dar, in der erklärt wird, dass die Handlungsweise Gottes in der jetzigen Gnadenzeit mit seiner Verheissungstreue gegen das Volk Israel übereinstimmt. Die Wege Gottes mit seinem himmlischen und seinem irdischen Volk stehen nicht im Widerspruch zueinander. Zwar hat Gott Israel jetzt für eine Zeit lang beiseite gestellt, um den Nationen den Weg des Segens freizumachen, aber Er beabsichtigt in der Zukunft eine vollkommene Wiederherstellung des Volkes Israel. Ab Kapitel 12 folgen dann praktische Ermahnungen für die Gläubigen in den verschiedensten Lebensumständen. Dabei wird besonders das rechte Verhältnis zueinender hervorgehoben. Der Apostel geht auch ganz kurz auf die Versammlung Gottes und die Zukunftserwartung des Gläubigen ein.
Inhaltsübersicht
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| Letzte Änderung am 31.05.2004. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||