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| Die Auferweckung des Jünglings von Nain | |||
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Die Auferweckung des Jünglings von Nain (Lukas 7,11-17)Beilage 2 zu Kurs «Die Zukunft» Lektion 1Nain war eine Stadt etwa zehn Kilometer südöstlich von Nazareth. Sie lag eine Tagereise von Kapernaum entfernt. Die Jünger und eine grosse Volksmenge folgten dem Herrn. Als sich die grosse Gesellschaft dem Stadttor von Nain näherte, begegnete sie einer anderen Menschengruppe, die den Ort gerade verliess. Es war ein Trauerzug. Der Tote war der einzige Sohn einer Witwe. Der Trauerzug war lang, weil die Anteilnahme entsprechend gross war. Die weinende Mutter erfuhr das Mitgefühl des Herrn. Sie war jetzt allein in der Welt, ohne Hilfe und Trost und wohl auch in grosser äusserer Not. Das mitfühlende Herz des Herrn Jesus öffnete sich sogleich dieser Witwe gegenüber. Er sagte: «Weine nicht!» Wie machtlos wären solche Worte aus dem Mund eines sterblichen Menschen! Sie vermöchten den Schmerz der Betroffenen kaum merklich zu lindern. Doch es ist der Wesenszug Gottes, dass Er alle Tränen abzuwischen vermag. Lukas beschreibt den Herrn, wie Er zur Mutter sprach. Er stellte sich neben die Bahre, auf der der Leichnam hingestreckt lag, und rührte sie an, worauf die Träger stehen blieben. Es war ganz ungewöhnlich, dass jemand die Bahre berührte, denn das machte den Israeliten kultisch unrein. Die heilige Person unseres Herrn konnte freilich von keiner Unreinheit befallen werden. Ohne die Träger zu beachten, sprach der Herr zum Toten: «Jüngling, ich sage dir, steh auf!» Der Tote setzte sich auf, begann zu reden und wurde vom Herrn der Mutter übergeben. Die Verkündiger des Evangeliums wenden die Fähigkeit des Herrn, Leben zu spenden, zu Recht auf den Sünder an, der, wenn er Busse tut und den Herrn im Glauben als seinen Retter annimmt, ewiges Leben empfängt. So hat der Herr es selbst angewendet. Das ist der Sinn der Worte in Johannes 5,26: «Denn wie der Vater Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, Leben zu haben in sich selbst». Der vorangehende 25. Vers verknüpft diese Aussage mit der Gabe des ewigen Lebens an solche, die geistlich tot sind, aber die Verse 27-28 verbinden sie mit seiner Vollmacht, die Toten in der Auferstehung des Lebens und in der Auferstehung des Gerichts aufzuwecken. Im Fall des Jünglings, der tot auf der Bahre lag, haben wir ein klares Bild der vollkommenen Hilflosigkeit des Sünders, sich selbst zu retten. Im Leben spendenden Wort, das sein Ohr erreichte, haben wir eine Illustration der Kraft des gepredigten Wortes des Herrn. In der Freude und Dankbarkeit, die dem Wunder folgten, haben wir ein schönes Bild der Freude, die mit der Errettung des Sünders einhergeht. Manch eine Mutter, die bittere Tränen über einen in seinen Sünden toten Sohn geweint hat, hat die unsagbare Freude erlebt, dass ihr Sohn zum geistlichen Leben auferweckt wurde. Heilige Ehrfurcht fiel auf alle, die das Wunder sahen. Sie begriffen, dass sie ein mächtiges Werk Gottes gesehen hatten und gaben Ihm Ehre. Sie gaben auch dem Herrn Ehre: «Ein grosser Prophet ist unter uns erweckt worden.» Doch das war keine vollständige Erkenntnis seiner Person, aber es war das Höchste, dessen diese Leute fähig waren. Ihre mangelhafte Kenntnis in geistlichen Belangen hat sie vielleicht an Elia und Elisa erinnert, die auch Tote auferweckten. Die Kunde von diesem Wunder «ging aus in ganz Judäa». Es ereignete sich in Nain in Galiläa, so dass der Ausdruck «ganz Judäa» am ehesten als «unter allen Juden» zu verstehen ist, das ganze Land, wo Juden waren. «Und in der ganzen Umgebung» bedeutet, dass die Nachricht sich in die heidnischen, angrenzenden Regionen verbreitete. Eine solche Tat konnte nicht unbekannt bleiben. |
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| Letzte Änderung am 27.04.2008. | |||