Das römische Reich  
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Das römische Reich

Beilage 1 zu Kurs «Die Zukunft», Lektion 10

Die Prophetie Daniels über Das Buch des Propheten Daniel stellt die Geschichte der Nationen in der symbolischen Form einer menschlichen Statue (Kapitel 2) und von Tieren (Kapitel 7 und 8) dar. Wohl werden dort nur die grossen Reiche erwähnt, die im Zusammenhang mit Israel eine prophetische Rolle spielen.

Im 2. Kapitel des Buches Daniel werden die Weltreiche im Bild einer grossen Statue dargestellt, die Nebukadnezar im Traume sah. Das Haupt war von Gold, die Brust und die Arme von Silber, der Bauch und die Lenden von Kupfer, die Schenkel von Eisen und die Füsse teils von Eisen und teils von Ton. In Kapitel 7 beschreibt Daniel das Gesicht derselben vier Reiche, das ihm in der Form von vier Tieren gegeben worden war: einem Löwen mit Adlersflügeln, einem Bären, einem Leoparden, der vier Flügel und vier Köpfe hatte, einem schrecklichen Tier mit grossen eisernen Zähnen, das zehn Hörner hatte. Sodann sah der Seher in einem weiteren Gesicht (Kapitel 8) zwei andere Tiere, das zweite und das dritte Reich darstellend, und zwar einen Widder mit zwei ungleich grossen Hörnern, und einen Ziegenbock, der ein ansehnliches Horn zwischen seinen Augen hatte, das aber plötzlich zerbrach.

Um das Verständnis dieser drei Gesichte und der von ihnen angekündigten Ereignisse zu erleichtern, sei auf die beiliegende Übersichtstabelle verwiesen.

Das Römische Reich

Nach dem Platz zu urteilen, den dieses vierte und letzte Weltreich in der Prophetie Daniels einnimmt, und nach dem, was uns im Buch der Offenbarung in den Kapiteln 13 und 17 gesagt wird, ist dieses Reich von besonderer Wichtigkeit. Daniel 7,23 bestätigt das: «Das vierte Tier: Ein viertes Königreich wird auf der Erde sein, das von allen Königreichen verschieden sein wird; und es wird die ganze Erde verzehren und sie zertreten und sie zermalmen.» Das ist tatsächlich eingetroffen. Das Römische Reich dehnte seine Herrschaft nicht nur bis zum Osten aus, wie das bei den vorangegangenen Königreichen der Fall gewesen war, sondern es umfasste auch ganz Süd- und Westeuropa bis zur Elbe und erstreckte sich von der Donau bis zu den Ufern des Schwarzen Meeres.

Dieses Weltreich, einst fest zusammengefügt, hat sich jedoch ziemlich bald in zwei Teile geteilt, worauf die beiden Schenkel der Statue in Daniel 2,33 hinweisen, und unter dem Druck verschiedener Invasionen verlor es immer mehr an Gestalt, um schliesslich im 4. Jahrhundert n. Chr. auseinander zu fallen. Seine abgefallenen Teile machten schliesslich den grössten Teil der Länder Europas aus.

Doch am «Ende der Tage» sollten diese Nationen, die gleichsam den «Restbestand» des ehemaligen Römischen Reiches darstellen, unter einem künftigen Machthaber wieder vereinigt werden, nämlich unter dem «achten König» (Offenbarung 17,11), dem Haupt des wieder erstandenen Römischen Reiches. Es sind gegenwärtig grosse Bemühungen im Gang, ein vereinigtes Europa zustande zu bringen, und das Ziel dieser Bestrebungen scheint nicht mehr weit in der Ferne zu liegen. Auf jeden Fall bestehen die zu diesem Reich notwendigen «Baustoffe» schon jetzt. Und wenn der von Gott bestimmte Augenblick gekommen sein wird, werden sich diese Länder zu einem in sich geschlossenen Ganzen vereinigen, jedoch nur um bald dem endgültigen Gericht anheim zu fallen. Der Stein, der sich ohne Hände losreisst (Daniel 2,34.35) wird dieses Weltreich vernichten. Dies wird geschehen, wenn Christus wiederkommt in Macht und Herrlichkeit.

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  Letzte Änderung am 27.04.2008.