Sühnung  
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Sühnung

In den ersten drei Lektionen haben wir gesehen, wie das Kreuz Christi Licht wirft auf das, was der Mensch ist, was Gott ist und was der Mittler zwischen Gott und dem Menschen, der Mensch Jesus Christus ist. In den nächsten Lektionen wollen wir uns mit drei wichtigen Elementen des Werkes Christi auf dem Kreuz beschäftigen, mit der Sühnung, der Stellvertretung und der Versöhnung.

1. Was haben die Sünden der Menschen bewirkt? Jesaja 59,2: ____________________________________________________________________________ ____________________________________________________________________________

2. Wer überbrückt die so entstandene Kluft und in welcher Funktion? 1. Timotheus 2,5: ____________________________________________________________________________ ____________________________________________________________________________

3. Auf wen muss der Schiedsmann die Hände legen? Hiob 9,33: ____________________________________________________________________________

Die Stelle im Buch Hiob macht zweierlei deutlich:

  • Der Mittler muss gross genug sein, um seine Hand auf Gott legen zu können, d.h. er muss selbst Gott sein. Er muss aber gleichzeitig niedrig genug sein, um seine Hand auch auf den Menschen legen zu können, das heisst er muss ebenso wahrer Mensch sein. Jesus ist wahrer Gott und wahrer Mensch in einer Person. Wunderbare Tatsache!
  • Das Mittlerwerk des Herrn Jesus hat zwei Seiten. Die eine ist auf Gott hin gerichtet und befriedigt seine Forderungen; das ist die Seite der Sühnung. Die andere Seite ist zugunsten des Menschen und tut seinen Bedürfnissen Genüge; dies ist die Seite der Stellvertretung. Beides geschah auf dem Kreuz von Golgatha.

4. Welche Wirkung haben Sünden in Bezug auf Gott? Jesaja 65,3: ____________________________________________________________________________

5. Was sollte das Geschenk Jakobs bewirken? 1. Mose 32,21: ____________________________________________________________________________

Die Fussnote der überarbeiteten Elberfelder-Übersetzung zeigt uns, dass «versöhnen» hier eigentlich heisst: das Angesicht zudecken. Esau war durch den Betrug Jakobs gereizt worden. Das Geschenk war wie eine Decke, die das Ärgernis verhüllte. Zudem wurde Esau durch den Wert des Geschenks befriedigt. Genau das ist es, was wir unter Sühnung zu verstehen haben. Schon im Alten Testament finden wir die beiden Seiten des Werkes Christi sehr deutlich in den Opfern am grossen Versöhnungstag (3. Mose 16) vorgeschattet. Dies wollen wir nun anschauen. 6. Wie viele Ziegenböcke zum Sündopfer musste Aaron nehmen? 3. Mose 16,5a: ____________________________________________________________________________

7. Aaron musste Lose werfen über die zwei Böcke. Wie hiessen die zwei Lose? 3. Mose 16,7-8: ____________________________________________________________________________

8. Welcher Bock wurde zuerst gebraucht? 3. Mose 16,9-10.15.20: ____________________________________________________________________________

9. Was bewirkte das Blut des Bockes für Gott? 3. Mose 16,15-19: ____________________________________________________________________________

10. In Bezug auf welche Dinge geschah durch das Blut Sühnung und Reinigung? 3. Mose 16,20: ____________________________________________________________________________ ____________________________________________________________________________

Wir lesen in Hebräer 9,23, dass die Stiftshütte in der Wüste und ihre Geräte Abbilder der Dinge in den Himmeln waren. Beides nun, die Stiftshütte und die himmlischen Dinge, mussten durch Blut gereinigt werden; die erstere durch das Blut der Opfertiere, die letzteren durch das Blut des Christus. Das Heiligtum im Himmel, die «wahrhaftige Hütte, die der Herr errichtet hat» (Hebräer 8,2), wurde durch die Gegenwart Satans und seiner Engel verunreinigt. (Vergl. Offenbarung 12,7-10.) So bedürfen auch die Dinge in den Himmeln der Reinigung und es musste für sie Sühnung getan werden. Im Neuen Testament finden wir nur drei Stellen, in denen die Ausdrücke «Sühnung» oder «sühnen» vorkommen. Es sind dies 1. Johannes 2,2 und 4,10 sowie Hebräer 2,17. Natürlich gibt es noch andere Stellen, die von dieser Wahrheit sprechen, ohne dass die Wörter selbst vorkommen.

11. Welche Person hat die Sühnung unserer Sünden zustande gebracht? 1. Johannes 2,2; 4,10: ____________________________________________________________________________

12. Wofür ausser für die Sünden der Gläubigen ist Christus noch die Sühnung? 1. Johannes 2,2: ________________________________________________________________________

Beachten wir den genauen Wortlaut, nämlich dass Christus die Sühnung ist für die Welt, nicht für die Sünden der Welt. Das will heissen, dass das Werk am Kreuz im Hinblick auf die ganze Welt geschehen ist, sich aber nur bei den Menschen als wirksam erweist, die im Glauben den Herrn Jesus als ihren Heiland annehmen.

13. Was nimmt Jesus weg bzw. schafft Er ab? Johannes 1,29; Hebräer 9,26: ____________________________________________________________________________

Hier geht es nicht um einzelne Sünden, sondern um die Sünde als Prinzip; nicht um das, was wir getan haben, sondern um das was wir von Natur sind. Die Sünde, dieses Element, das für Gott eine beständige Herausforderung bedeutet, muss weggetan werden. Das ist die Grundlage jeglicher Versöhnung. In Bezug auf den Menschen musste aber ausserdem noch Stellvertretung geschehen, wie wir in der nächsten Lektion sehen werden.

Die Sühnung geschah im Hinblick auf alle Menschen, die Stellvertretung für die vielen, die glauben. Immer wenn in der Schrift steht, dass Jesus für alle Menschen gestorben ist, ist die Seite der Sühnung gemeint, wenn dagegen die Seite der Stellvertretung vorgestellt wird, lesen wir immer von vielen, d.h. nicht von allen. Lesen Sie bitte noch die folgenden Schriftstellen:

  • in Bezug auf Sühnung: Römer 5,18; 2. Korinther 5,14-15; 1. Timotheus 2,3-6.
  • in Bezug auf Stellvertretung: Matthäus 26,28; Markus 10,45; Römer 5,19; Hebräer 9,28.

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  Letzte Änderung am 25.12.2007.