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| Abraham II | |||
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Abraham IIAm Schluss der vorangehenden Lektion haben wir gesehen, dass Gott Abraham anwies, in das Land Morija zu ziehen, um dort seinen Sohn als Brandopfer zu opfern. Als sich Abraham von seinen Knechten verabschiedete, sagte er ihnen: «Bleibt ihr hier mit dem Esel; ich aber und der Knabe wollen bis dorthin gehen und anbeten und dann zu euch zurückkehren» (1. Mose 22,5). Abraham hatte den Befehl, seinen Sohn zu opfern, direkt von Gott erhalten. Nun schickt er sich an, diesen schweren Auftrag auszuführen. Wir vernehmen keine Widerrede, kein «aber» aus seinem Mund. Er stand frühmorgens auf, um an den Ort zu gehen, den Gott ihm als Opferstätte für seinen Sohn zeigen wollte. Können wir uns vergegenwärtigen, was dieser göttliche Auftrag für das Herz Abrahams bedeutete? Er hatte nur diesen einen Sohn, und er liebte ihn innig. Fünfundzwanzig Jahre hatte er auf ihn gewartet und alle seine Hoffnungen betreffs der Verheissungen Gottes ruhten auf ihm. Nun soll er diesen Sohn hergeben, ihn gar selber auf dem Altar opfern! Aber Abraham gehorcht. Abraham glaubte Gott; er setzte sein ganzes Vertrauen auf Ihn und auf seine Verheissungen, und dadurch wurde er ermuntert und gestärkt, dem Befehl Gottes Folge zu leisten. Ja, er urteilte, dass Gott den Isaak auch aus den Toten zu erwecken vermochte. Wir haben bereits festgestellt, dass in 1. Mose 22 das Wort «anbeten» das erste Mal in der Bibel erwähnt wird (Vers 5). Wir wollen jetzt ein wenig über den Inhalt dieses Kapitels nachdenken. Wir können daraus einiges betreffs unseres Themas «Anbetung» lernen. 1. Lesen Sie bitte 1. Mose 22 einmal sorgfältig durch. Gott konnte Abraham den Auftrag geben, Ihm seinen Sohn zu opfern. Können Sie eine Erklärung dafür geben, warum Er von Lot nie etwas dergleichen gefordert hat? ______________________________________________ ____________________________________________________________________________ 2. Um opfern zu können, musste Abraham in das Land Morija ziehen. Gott würde ihm in diesem Land einen bestimmten Berg zeigen. Erinnern Sie sich noch, was der Name dieses Landes bedeutet?______________________________________________________________ 3. In der vorigen Lektion haben wir schon gesehen, dass dieser Ort im Land Morija für Gott sehr wichtig war. Schlagen Sie bitte einmal 1. Chronika 21,18.19 und 2. Chronika 3,1.2 auf. Was geschah an diesem Ort? a) Während der Regierung Davids?____________________________________________ b) Während der Regierung Salomos?___________________________________________ In einer der nächsten Lektionen kommen wir wieder auf diesen Ort zurück. Gott schickt also Abraham nicht an irgendeinen Ort. Nein. Er musste den Ort aufsuchen, wo Gott eines Tages, in ferner Zukunft, seinen Namen wohnen lassen würde. 4. Glauben Sie, dass sich Abraham an dem Tag, an dem er seinen Sohn opfern sollte, sehr wohl gefühlt hat? _____________________________________________________________ 5. Warum, denken Sie, hat es Abraham trotzdem getan? ___________________________ ____________________________________________________________________________ 6. Wusste Abraham im Voraus, dass er Isaak nicht zu töten brauchte? (Vergleiche Hebräer 11,17-19) ____________________________________________________________________ Wenn wir alles Wesentliche, die Anbetung betreffend, Punkt für Punkt zusammenfassen, können wir folgendes feststellen: a) Wenn wir Gott, unseren Vater, anbeten wollen, müssen wir unser ganzes Leben Ihm zur Verfügung stellen – Lot konnte nicht anbeten b) Es geht bei der Anbetung nicht darum, etwas von Gott zu bekommen, sondern darum, Ihm etwas zu bringen c) Gott bestimmt den Ort, wo wir anbeten sollen, nicht wir! d) Er selbst ersieht das Opfer e) Es kommt bei der Anbetung nicht darauf an, wie und was wir fühlen, sondern darauf, was unser himmlischer Vater empfindet f) Die Art und Weise, in der wir anbeten, ist eine Sache des Gehorsams! Wir möchten es doch so tun, wie Gott es gesagt hat g) Auch wenn wir nicht anbeten, um gesegnet zu werden, bekommen wir doch einen Segen. Auch Abraham bekam einen reichen Segen (Vers 16-19) _______________________
Jetzt kommt etwas sehr Wichtiges, das wir in unsere Herzen einprägen sollten! 7. Gibt Gott Abraham eine genaue «Adresse» von dem Ort, wo er opfern muss?_________ Was sagt ihm Gott lediglich in 1. Mose 22,2?________________________________________ ____________________________________________________________________________ ____________________________________________________________________________ 8. In Apostelgeschichte 9,11 und 10,5.6 gibt Gott Ananias in Damaskus und dem Hauptmann Kornelius in Cäsarea eine genaue Adresse an. Es könnte sich nun bei Ihnen und mir die Frage erheben: «An welchen Ort und in welches Haus muss ich gehen, wenn ich mich mit Gläubigen versammeln will um anzubeten?» Das ist eine gute Frage. Zweifellos könnte sie Gott ohne weiteres beantworten. Aber Er tut es nicht ohne weiteres. 9. Abraham musste zuerst in das Land Morija ziehen, und dann wollte Gott ihm den Berg zeigen, wo er opfern sollte. Gott zeigt uns nicht immer sofort den direkten Weg, den wir einschlagen sollen; Er zeigt ihn uns oft nur schrittweise. Zuerst müssen wir Ihm auf dem vorangehenden Schritt gehorchen, und dann zeigt Er uns den nächsten Schritt. Das ist oft eine grosse Übung für uns! 10. Als praktisches Beispiel nehmen wir jetzt die Geschichte aus 1. Samuel 16. Der Prophet Samuel bekommt den Auftrag, jemand zum König zu salben. Was sagt Gott in Vers 1b? Fülle dein Horn mit Öl und ______________________________________________________ ____________________________________________________________________________ ____________________________________________________________________________ Was sagt Gott in Vers 3b? ______________________________________________________ ____________________________________________________________________________ ____________________________________________________________________________ In welchem Vers sagt Gott endlich, wer es sein muss? In Vers ____________ . Gott sagt dem Propheten also nicht einfach: «Gehe hin nach Bethlehem und salbe David zum König», sondern: «Gehe hin, und ich werde es dir zeigen.» Zuerst musste Samuel gehorchen – und er gehorchte wirklich – und Gott zeigte ihm, wen er salben musste. 11. Wer heute den Ort finden will, wo der «geistliche Altar» ist, wo man Gott als Anbeter nahen kann, um Ihm gemäss 1. Petrus 2,5 «geistliche Schachtopfer durch Jesus Christus darzubringen», muss denselben Weg beschreiten wie Samuel, nämlich den Weg des Gehorsams und der Unterwürfigkeit unter das Wort Gottes. Gott wird ihm klar den Ort zeigen, wo der Herr Jesus seine persönliche Gegenwart verheissen hat, nämlich dort, wo Gläubige versammelt sind zu seinem Namen hin. Damals, zur Zeit des Alten Testaments, war es buchstäblich ein einziger Ort inmitten Israels, wo Gott wohnte und wohin der gottesfürchtige Israelit kam, um seine Opfer darzubringen. Heute aber wird Gott in der Glückseligkeit seiner Gegenwart in der Person seines Sohnes dort gekannt, wo «zwei oder drei im Namen Jesu versammelt sind.» |
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| Letzte Änderung am 16.04.2005. | |||